Diese Künstler werden unser Soundtrack des Jahres!

Das Jahr ist keine 20 Tage alt, aber irgendwie haben wir uns mit 2019 schon ganz gut arrangiert – na ja, mehr oder weniger. Musikalisch kann das Jahr nur der Bringer werden: neue Alben von James Blake, Dendemann und Lana Del Rey warten auf uns. Und sogar erste Band-Reunions haben sich angekündigt, wie etwa die der legendären Riot-Grrrl-Band Bikini Kill.

>> Und auf diese Alben freut sich die NOIZZ-Redaktion 2019 auch schon

Das spannende an Musik ist ja aber, dass man immer etwas Neues entdecken kann. Internet und Streamingdiensten sei Dank, muss man sich dafür noch nicht einmal von der Nicht-Musiknerd-Welt abkapseln und stundenlang in einen gut sortierten Plattenladen rumwühlen. Es geht auch anders!

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Noch einfacher und komfortabler wird es natürlich, wenn andere kompetente Leute die Arbeit schon für einen gemacht haben. Nach stundenlangen Listening-Sessions und Eurosonic-Festival-Line-up durchwühlen – dass, ist nämlich das Festival in Europa, dass den Sound von morgen einfängt –, sind wir uns sicher: Diese 13 Künstlerinnen und Künstler aus Rap, Pop, Rock, Elektro und Indie dürft ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen:

Billie Eilish

Das Mädchen mit den mal blauen, mal platinblonden Haaren ist der wohl coolste Teenager, den die Musikwelt gerade so zu bieten hat. Billie kommt aus L.A., schreibt ihre Songs selbst, und die sind genauso vielseitig wie ihre Haarfarbe: mal kühl und düster mit elektronischem Anklang, mal ganz classy als Ballade mit der Akustikgitarre. Wer jetzt noch nicht in ihre Songs verknallt ist, ist selber schuld. Ihr erstes Album hat sie zwar schon 2017 veröffentlich, aber da war sie ihrer Zeit voraus.

Wir sind uns sicher: 2019 geht nichts ohne Billie Eilish. Sogar beim „Bachelor“ auf RTL lief sie schon im Hintergrund.

King Princess

Eigentlich heißt King Princess Mikaela Straus und kann das hippe Brooklyn, New York ihre Heimat nennen. Und als würde das den Coolness-Faktor nicht eh schon erhöhen, ist sie auch noch auf dem Label von fucking Mark Ronson gesigned. Krass. Ihre Songs: Ebenfalls krass. „You’re pussy is God and I like it“, die Lyrics provokativ, der Sound relaxt bis zum geht nicht mehr.

Misses Straus weiß eben, wie sie uns zum Tagträumen bringt. Deswegen wählte die BBC sie auch in ihrer renommierten Newcomer Liste auf Platz zwei für das noch anstehende Jahr.

Amilli

Klingt nach California, ist aber Ruhrpott pur: Amilli ist Bochums Hoffnung auf die ferne, weite Welt. Ihre smoothen R’n’B-Anleihen paart sie geschickt mit Trap. Und auf einmal klingt der Pott nach Atlanta und L.A. in einem.

Octavian

Der britisch-französische Rapper darf sich damit schmücken, dass sogar Drake ihn gut findet. Und wenn wir der BBC glauben dürfen, wird er den Rap in den nächsten Jahren gehörig auf den Kopf stellen. Sein Style: rough. Octavian paart den Vibe von harten französischen Straßenrap mit der typisch-britisch-Attitude.

The Japanese House

Die neuste Entdeckung des 1975-Labels Dirty Hit verzaubert mit androgynen Dream Pop. Amber Brain wählte ihren Künstlernamen nach einem kleinen Anwesen in Cornwall, das einer Zeit lang Kate Winslet gehörte und eben wie ein japanisches Teehaus eingerichtet war. Wie bezaubernd! Ihr Debütalbum „Good At Falling“ soll am 1. März erscheinen.

Kelvyn Colt

Eingeschworene Rap-Fans kennen den guten Kelvyn schon, andere mögen jetzt verblüfft sein, wenn sie hören, dass er aus – Achtung! – Wiesbaden kommt. Denn ehrlicherweise klingen seine Lines viel mehr nach Miami. Oder irgendwo anders aus den USA. Ist ja auch egal. Dieser Boy wird die Welt mit seinen Raps zupflastern.

Slowthai

Slowthai ist wohl der außergewöhnlichste und kaputteste UK-Rapper aller Zeiten. Seine Tracks: voll Haudrauf. Die volle Dröhnung Coffein am Morgen. Oder so ähnlich. Man ist versucht zu behaupten der 23-Jährige ist sogar noch rougher drauf als Dizzee Rascal.

Dennis LLyod

Seinen Song „Nevermind” habt ihr garantiert schon mal irgendwo gehört. Der Singer-Songwriter kommt aus Israels Metropole Tel Aviv. Sein erstes Instrument war, wirklich jetzt, ein Aufnahmegerät, und im Alter von acht Jahren erlernte er das Trompetenspiel – jetzt spielt er mehr Gitarre, nimmt aber trotzdem noch auf.

Mero

Mero ist ein Wunderkind. Der Rüsselsheimer hat es geschafft, innerhalb von gerade einmal vier Tagen mit dem Track „Baller los!“ auf Platz eins der deutschen Single-Charts zu kommen. Nur mit Streams, Downloads und YouTube-Klicks. Er der erste Rapper in der Geschichte der deutschen Singlecharts, der mit seiner Debütsingle Platz eins erreicht. Von dem werden wir wohl noch etwas hören.

Elderbrook

Okay, ganz neu im Business ist der gute Alexander Kotz, wie Elderbrook eigentlich heißt, nicht. Seitdem er 16 ist, macht er Musik, seine erste EP kam bereits 2015. Dann lange Pause. Nun startet der Multiinstrumentalist richtig durch. Seine Songs nur in das Genre Electro einzuordnen, würde etwas zu kurz greifen.

Amanda Tenfjord

Viele hatten bereits 2018 fest damit gerechnet, dass die junge Norwegerin den Durchbruch schafft. Aber die 21-Jährige ließ es langsam abgehen. Ihr Elektro-Pop hat schon Ohrwurmcharakter, fasziniert aber auch mit seinen nachdenklichen Texten. Ziemlich schön. Perfekt für einen verkuschelten Regentag im Bett.

Radient Children

Life is a bitch”, singt die Band rund um Frontfrau Fabienne Holloway. Und weil damit eh alles egal ist, mischt das Trio aus London auch ganz ungeniert Funk, R’n’B, Hip-Hop und Soul. So frech, dass es einfach nur gute Laune machen kann.

REYKJAVÍKURDÆTUR

Island ist ein Rätsel. Und das ist das Rap-Kollektiv mit dem übersetzten Namen „Die Töchter von Reykjavík“ irgendwie auch. Sie rappen auf Isländisch über Politik und zeigen, dass auch Frauen auf der Bühne eskalieren können. Sie sind einfach großartig! Auch, wenn man kein Wort versteht.

Aber hört doch am besten selbst! Die ganze Spotify-Playlist „Newcomer by NOIZZ“ checkt ihr hier:

Quelle: Noizz.de