Weil sie in „Whenever Wherever“ ihre Hüften kreisen ließ.

Niemals wieder habe ich ein Video gesehen, in dem es so viele unterschiedliche Szenerien gab, die man eigentlich nur mit mehreren Stunden Anfahrt dazwischen bewältige könnte.

Shakiras „Whenever Wherever” aus dem Jahr 2001 ist ein Green-Screen-Meisterwerk. Sie tollt sich dabei im Ozean oder ist umringt von reinrassigen Pferden.

Rein theoretisch soll das Ganze sogar einen tieferen Sinn und Zweck erfüllen: Regisseurin Francis Lawrence wollte Shakira innerhalb der Wunder der Erde zeigen. Okay, schauen wir uns mal die Wunder an.

Wie ein Engel fliegt sie aus den Tiefen des Ozeans hervor. Und landet klitschnass auf dem saftigen Grün der Küste. Evolutions-Parabel? Vielleicht. Wirkt trotzdem etwas too much. Und dann auch noch dieser Falke über den Bergen ...

„Yeah, shake your ass!”, lautete wohl die Anweisung in dieser Szene. Wie verführerisch Shakira uns im Sand anschaut und sich verrenkt – ja und dann ...

Hunderte, oder vielleicht sogar Tausende, keine Ahung, Shakira ist das Pferdemädchen. Und ja ihr Lederdress passt eins A zu den reinrassigen Hengsten. Soll bestimmt so viel sagen wie: Sie kann sie alle haben, wenn sie denn wollte. So animalisch!

Ob Schönheitskur oder eins mit der Erde werden, wird für immer ihr Geheimnis bleiben. Oder es sollte einfach irgendwie sexy sein. Der Schlamm war wohl auch das einzige echte Accessoire im Video.

Voll schön, wie auf Instagram, nur ein Jahrzehnt zu früh.

Voll esoterisch mit der Panflöte im Hintergrund ... und genau aus solchen Gründen und Motiven liebe ich einfach Nuller-Jahre Videos.

Und einfach jeder fand die damals 24-jährige Kolumbianerin toll (bzw. die Männer unter uns wohl auch sehr heiß). Wir wollten Bauchtanz lernen, Shakiras Gürtel (heute mehr als eine Fashion-Sünde) und ihre Leder-Schlaghose mit Häkeltop haben (das wiederrum ist heute wieder mehr als in).

Heute beweist Shakira mehr Stil und ist verheiratet mit Fußballer Gerard Piqué und everybody’s Darling. Trotzdem ist das Lied einfach spitze, wir trällern es noch immer auf jeder Nuller-Party.

Quelle: Noizz.de