Sexuelle Belästigung: Neue Anzeige gegen R. Kelly

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R. Kelly singt seit Jahrzehnten, obwohl die Vorwürfe gegen ihn hinlänglich bekannt sind. Foto: Frank Micelotta / dpa picture alliance

Langsam ist für den Sänger Schluss mit lustig.

Gegen R. Kelly liegt eine neue Anzeige wegen sexueller Belästigung vor. Wie das Portal TMZ berichtet, beschuldigt eine Frau namens Faith Rodgers den Sänger, während ihrer einjährigen Beziehung verschiedene Vergehen begangen zu haben. Dem Bericht zufolge soll er sie sowohl physisch als auch verbal misshandelt und unter Druck gesetzt haben.

Rodgers behauptet, Kelly hätte sie gegen ihren Willen in Zimmer oder Autos eingesperrt, wenn sie ihm den Sex verweigert hat. Eine seiner Assistentinnen soll sogar dafür gesorgt haben, dass sie nicht fliehen konnte. Außerdem habe sich die Klägerin bei R. Kelly mit Herpes angesteckt. Damit kommen drei Delikte zusammen: sexuelle Belästigung, Nötigung und das Verschweigen einer sexuell übertragbaren Krankheit.

Der Sänger hat eine jahrzehntelange Historie, in denen ihm immer wieder Sexualdelikte vorgeworfen werden. 1994 hat er eine Ehe mit der damals erst 15-jährigen Aaliyah geschlossen, 1998 einigte er sich in einem Prozess wegen Sex mit Minderjährigen außergerichtlich. 2002 gab es eine Anzeige wegen Kinderpornographie. Der Prozess endete 2008 mit einem Freispruch. Kellys Karriere ging weiter.

Sein Ruf als manipulativer Sexualstraftäter wird ihm erst jetzt langsam zum Verhängnis. In den letzten Wochen und Monaten ist der Druck auf R. Kelly nämlich gestiegen. Die von schwarzen Frauen initiierte #MuteRKelly-Bewegung ruft zum Boykott des Sängers auf. Die Berichte über eine Art Sex-Sekte, die er um sich aufgebaut hat, belasten ihn zusätzlich. Und Spotify hat seine Songs aus den offiziellen Playlists verbannt.

Quelle: Noizz.de

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