"I know you want it."

"Ich realisierte, dass wir in einer chauvinistischen Kultur leben. Das war mir vorher nicht klar." (Pharrell Williams, 2019)

– lol?

Mega-Producer und Sänger Pharrell Williams bereut seine "rapy" (Anm. d. Red.: Rape bedeutet übersetzt Vergewaltigung) Lyrics im Hit "Blurred Lines". Ihr wisst schon, der Song, bei dem sie es irgendwie hinbekommen haben, wieder und wieder unzensierte weibliche Nippel (inklusive: Brüste) vor die Kamera zu schaukeln. Und Ärsche in Tangas. Und nackte Beine. Nackte Bäuche. Nackte Rücken. Einfach alles (Weibliche) nackt. Hier, kleine Erinnerungs-Nachhilfe:

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Ein Video, in dem etwas abseits übrigens auch Folgendes zu sehen ist: drei verheiratete Männer. Und ein Zicklein. Und was wären nackte Frauenkörper ohne die richtigen Songtexte? Richtig. Die hatte der 46-Jährige (damals: 40-Jährige) natürlich auch in petto:

"And that's why I'm gon' take a good girl – i know you want it"

Jip. Klingt irgendwie nach drei verheirateten Ehemännern, die sich auf einer Party an Anfang 20-jährige Models ranmachen. "Ich weiß, du willst es" – klingt irgendwie nach genau dem grenzüberschreitenden, chauvinistischen Spruch, der es ist.

Genau das tut Pharrell jetzt leid, wie er im Interview mit "GQ" kürzlich eingestand.

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"Ich hab's am Anfang echt nicht geschnallt. Als die Lyrics auf einmal ein Problem sein sollten, war ich so 'Wovon redet ihr, bitte?' Es gibt Frauen, die den Song wirklich mögen und mit der Energie des Lieds connecten. 'I know you want it' – Frauen singen das die ganze Zeit. Also was soll daran bitte sexuell übergriffig sein?

Dann habe ich irgendwann gemerkt, dass Männer die gleiche Sprache benutzen, wenn sie Frauen unter Druck setzen und manipulieren, um mit ihnen Sex zu haben. Dabei spielt es auch keine Rolle, dass ich selbst nicht so bin und mit der Sprache etwas anderes meinte. Es geht allein darum, wie Frauen das empfinden. Auf einmal war mir klar, was ich im Song wirklich sage und wie das jemanden fühlen lassen kann. Ich habe realisiert, dass wir in unserem Land in einer chauvinistischen Gesellschaft leben. Das war mir vorher nicht klar."

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  • Quelle:
  • Noizz.de