Gerichtstermin wurde nun verschoben.

Schwester Ewas ist 34 Jahre alt, Rapperin, Ex-Prostituierte, gerade im achten Monat schwanger und hat eine zweieinhalb-jährige Haftstrafe vor der Brust.

Im Juni 2017 war sie wegen Steuerhinterziehung und Körperverletzung verurteilt worden. Das Kind muss aber wohl nicht im Gefängnis zur Welt kommen. Denn: Der nächste Gerichtstermin wurde nun auf Februar 2019 geschoben. Bis dahin sollte das Baby also längst geboren sein.

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Klingt nach Glück im Unglück! Erst im November 2018 gab Ewa bekannt, schwanger zu sein und ihr Kind wohl in Gefangenschaft gebären zu müssen.

Aber werden Babys überhaupt im Knast geboren?

Gefängniszaun mit Stacheldraht Foto: Robert Hickerson / Unsplash / Robert Hickerson

Natürlich erblicken Babys weiblicher Insassen das Licht der Welt nicht hinter Gitterzellen. Für die Geburt werden die Inhaftierten in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Unter Aufsicht von JVA-Bediensteten kommen die Babys dann ganz normal im Kreißsaal zur Welt. Circa eine Woche bleiben Mutter und Kind dann noch gemeinsam im Krankenhaus, bis es ebenfalls gemeinsam zurück in den Mutter-Kind-Trakt des Gefängnisses geht.

Damit die Mütter im Gefängnis ihren alltäglichen Pflichten und Arbeiten nachgehen können, gibt es Erzieher_innen, die sich um die Babys kümmern. Eigentlich fast wie in einer Kita. Die JVA Frankfurt am Main III – in die auch Ewa kommen wird – besitzt sogar einen kleinen Spielplatz mit Rutsche und Sandkasten.

Ewas Werdegang ist bunt und wild. Bereits mit 17 Jahren, fing die gebürtige Polin an als Prostituierte zu arbeiten und mit Drogen zu dealen. Als Rapperin chartete sie mit ihren beiden Alben „Kurwa“ und „Aywa“ jeweils in den deutschen Top 20.

Im November 2016 wurde sie vom SEK vorläufig inhaftiert. Die Vorwürfe lauteten anderem Verdacht auf Steuerhinterziehung, Körperverletzung, sexuelle Ausbeutung, Zuhälterei und Menschenhandel. Die letzten beiden Punkte konnten nicht bewiesen werden.

Ewa und ihre Anwälte sind infolge des Urteils in Revision gegangen und vor den Bundesgerichtshof gezogen. Der nächste Gerichtstermin ist für Februar 2019 festgelegt.

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Quelle: Noizz.de