Kommentar der Rapperin: „Ich habe eben eine aggressive impulsive Art.“

Eva Malanda, besser bekannt als Rapperin Schwesta Ewa, rappt von Sex, Straße und dem schnellen Geld. Und sie meinte es damit anscheinend sehr ernst.

So ernst, dass sie nun wegen der Versuchung des schnellen Geldes verurteilt wurde. Das Frankfurter Gericht urteilte, dass Ewa zweieinhalb Jahren im Gefängnis sitzen muss. So berichtet es die Bild-Zeitung.

Die Rapperin war wegen Zuhälterei, Menschenhandel und gefährlicher Körperverletzung sowie Steuerhinterziehung angeklagt worden.

Der Vorwurf auf ausbeuterische Zuhälterei und Menschenhandel wurde allerdings vom Gericht fallen gelassen. Verurteilt wurde Ewa wegen der Förderung sexueller Handlungen von Minderjähriger, gefährlicher Körperverletzung, Steuerhinterziehung und dem Missbrauch von Ausweispapieren.

Sehr brav sieht die sonst sehr aufreizende Rapperin vor Gericht aus Foto: dpa picture alliance / dpa picture alliance

Beobachter hatten zwischenzeitlich sogar auf Freispruch spekuliert. Denn die Frauen, die für Malanda anschaffen gingen, sagten vor Gericht aus, Ewa freiweillig um Hilfe gebeten zu haben. Ihre Verteidigung hatte deswegen auch auf eine Bewährungsstrafe plädiert – also eine Strafe unter zwei Jahren, die dann ausgesetzt wird. Doch so kam es nicht.

Malanda selbst hat einige Punkte der Anklage bestätigt. Unter anderen, dass sie handgreiflich geworden sei und die Mädchen geschlagen habe – wegen Kleinigkeiten wie fettigen Haaren oder pinken Socken in der Wäsche.

„Ich habe eben eine aggressive impulsive Art“, hatte sie ausgesagt. Auch dass sie die Hälfte des Lohns der Frauen eingestrichen habe, gab sie vor Gericht zu. Das sei so üblich.

In Handschellen wurde Schwesta Ewa am 8. Juni zum Prozess geführt Foto: Arne Dedert / dpa picture alliance

Vor Gericht soll sie gesagt haben, dass sie das Geld aus der Zuhälterei gebraucht habe, weil ihre Musik alleine nicht zum Leben reichte. Dazu war ihr anscheinend auch Zuhälterei nicht zu arg. Auch das passt zu ihr. Getreu ihrem Motto: „Aw, ich will alles oder nix.“

Wäre es nach der Staatsanwaltschaft gegangen, hätte die 32-Jährige sogar eine noch längere Strafe gefordert: Nämlich vier Jahre und drei Monate. Die bereits abgesessene Zeit in U-Haft wird Malanda auf ihre Strafe angerechnet. Seit November 2016 saß sie im Untersuchungsgefängnis.

Quelle: Noizz.de