R&B-Sänger wird erneut sexuelle Gewalt gegen Minderjährige vorgeworfen.

#MuteRKelly heißt die amerikanische Kampagne und will verhindern, dass der Musiker weiterhin von der Musikindustrie unterstützt wird. Große Player, wie Apple Music, Spotify und RCA Records arbeiten mit ihm zusammen.

Lanciert wird die Kampagne von dem Frauen-Verband  „WOC/Times Up“, der angeführt wird von berühmten Figuren der Branche, wie Ava DuVernay und Shonda Rhimes.  Sie rufen nicht nur im Netz zum Boykott auf, sondern fahren auch zu seinen Konzerten und stören seine Auftritte bis er gezwungen ist die Shows abzubrechen.

Im Zuge der #Metoo-Debatte und der Bill Cosby-Verurteilung ist der Zeitpunkt klug gewählt, um endlich gegen den Serientäter vorzugehen, nachdem all die Jahre sich nur wenige Menschen trauten sich gegen ihn zu äußern.

Die Zeiten des Ruhms für den 90er Jahre Star sind längst vorbei, trotzdem hat der Mann seitdem 60 Millionen Dollar Umsatz gemacht. Seinen bekannten Ruf  als Frauenvergewaltiger und Liebhaber minderjähriger Mädchen wird in der Branche erfolgreich ignoriert. R. Kelly verdient weiterhin Geld und muss sich bis heute nicht verantworten. Doch der Druck wächst.

Letztes Jahr hat der BBC-Reporter Jim DeRogatis  die Vorwürfe gegen R. Kelly, dass er  Frauen gegen ihren Willen in eine Art Sex-Kult festhalte, untersucht und in einer Dokumentation festgehalten.

Unterschiedlichste Frauen aus dem Umfeld des 51-Jährigen erzählten während der Recherche, dass er seine Freundinnen als „Haustiere“ bezeichne, die Frauen mental manipuliere und sie in verschiedenen gemieteten Häusern halte. Die Dokumentation „Sex, Girls and Videotapes“ ist in voller Länge auf Youtube zu sehen:

Erste Erfolge erzielt die Kampagne bereits. Am Samstag sollte ein Konzert in Chicago stattfinden, dass der Sänger nun abgesagt hat. R. Kelly selbst sieht sich als Opfer einen „gierigen, bewussten und heimtückischen Verschwörung“.

Quelle: Noizz.de