Wir haben dem Singer-Songwriter 5 Fragen gestellt.

Rasmus Littauer kennt man eigentlich vor allem als Schlagzeuger von Major Lazer und . Und obwohl der Musiker sich da ganz fantastisch macht, ist er zum Glück nicht nur hinter den Drums geblieben. Heute erscheint nämlich seine zweite EP – das aktuelle Werk des Multiinstrumentalisten heißt "Destiny" und könnte nicht besser zu unserer Zeit passen.

Hübsch arrangiert der Künstler seine zarte Stimme in Singer- Songwriterstücke, die dann elegant mit Klavier, Rhythmen und Synthies angereichert werden. Mehrstimmigkeiten kommen auch vor. Die Texte sind persönlich und die Produktion bleibt intim. Littauer probiert gerne aus, ist verspielt und hat keine Angst, persönliche Themen zu verarbeiten. Die EP "Destiny" dreht sich um gescheiterte Beziehungen, Akzeptanz und Weiterentwicklung im Leben. Insgesamt also die perfekte Musik, um sich an einem verregneten Novermbertag mit einer großen Tasse Tee in den Lieblingspulli zu kuscheln und ein bisschen vor sich hin zu leiden. Also: Genau das, was man manchmal braucht. Schön, dass Littauer sein Inneres für uns nach außen kehrt.

Im Kurzinterview durften wir ihm ein paar Fragen zu "Destiny" stellen.

NOIZZ: Was ist die Essenz deiner neuen EP?

Rasmus Littauer: Ich denke, dass es definitiv meine Angst ist, etwas zu verlieren. Ich habe etwa immer Bedenken, nicht genug mit mir selbst und meinen Emotionen in Verbindung zu stehen. Manchmal habe ich das Gefühl, ich würde nicht genug mit meinem Inneren verbunden sein. Dann fühle ich mich so distanziert zu meinem Ich.

Die Musik auf deiner EP ist sehr verträumt und auch ein bisschen entrückt. Wie hast du bei den Kompositionen gemacht, dass es nicht zu flüchtig klingt?

Ich selbst denke ehrlich gesagt, dass die Musik ziemlich direkt klingt. Zumindest im Vergleich zu dem, was ich sonst so bisher gemacht habe. Meine Herausforderung war, die Songs so herauszuarbeiten, wie sie wirklich sind. Da war auch der Mut dabei, den intimen Vibe beizubehalten und nicht zu verkünsteln.

Was war der größte Einfluß bei der Arbeit an "Destiny"?

Ich glaube, alles, was in meinem Kopf passiert ist. (lacht) Aber daneben ist es mein aktuelles Leben: Ich reise viel, und meine Freunde und mein Alltag in Kopenhagen. Die Musikszene dort explodiert gerade – und das ist befruchtend.

Warum hast du dich für den Namen "Destiny" für deine zweite EP entschieden?

Es gibt den Song "Destiny" auf der EP, und ich finde der Songtext fasst am besten zusammen, worum es hier geht. Ich glaube, die Möglichkeit zu haben, mein eigenes Schicksal wählen zu können, kam wie ein Schock auf mich zu, als ich jünger war. Ernsthaft! Diese Verantwortung, die in dieser Freiheit liegt! Man kann alles richtig machen und alles in den Sand setzen – das ist so verrückt!

Wenn dein Leben einen klassischen Soundtrack hätte, was würde der erste Song sein?

Vielleicht "Nights" von Frank Ocean. Es ist vielseitig, beginnt einfach und verändert sich sehr. Und das Stück hat keine Angst, zu sein, was es ist.

"Destiny" erscheint am 15. November und ist überall zu hören, wo man Musik streamen kann.

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Quelle: Noizz.de