Rita Ora gehört, seit dem sie 2010 ihr Debütalbum "Ora" rausbrachte, zu den beliebtesten Künstlerinnen Englands und sorgt als internationaler Popstar mit ihren Songs immer wieder für gute Laune. Seit Kurzem ist die neue Singel der 29-Jährigen draußen. In "How To Be Lonely" geht es eigentlich um eine Trennung, jetzt ist er aber zur Hymne der Selbstisolierung geworden. Wir haben mit Rita unter anderem über Quarantäne und das Künstlerdasein in Zeiten von Corona gesprochen.

NOIZZ: Was hat dich dazu gebracht, einen Song zu schreiben, der "How To Be Lonely" heißt?

Rita: In der Single geht es in erster Linie für mich darum, eine Trennung zu verarbeiten, über verschiedene Phasen einer Trennung und was sie bedeuten. Und jetzt denke ich, dass es zu einem Selbst-Isolations-Song mutiert ist. Aber ich bin froh, dass Menschen ihn jetzt hören können.

NOIZZ: Wird es ein Video zur Single geben?

Rita : Ja! Es wurde von Dave Meyers, einem meiner Lieblingsregisseure gedreht. Er hat schon ikonische Musikvideos für Missy Elliott und Kendrick Lamar gefilmt. Im Video wird das Thema Trennung verarbeitet: Wände werden zerstört, ich werd als Alien auf einem neuen Planeten als Single Frau landen, es wird ziemlich cool.

NOIZZ: Das hört sich sehr cool an. Fühlst du dich in der Musikindustrie als Künstlerin komplett frei, gibt es etwas, das du ändern würdest?

Rita: Nicht wirklich, ich mache immer das, worauf ich Lust habe und ahme niemandem nach. Ich habe Glück, dass Menschen immer noch an meiner Musik interessiert sind. Ich bin seit 10 Jahren im Business.

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NOIZZ: Du bist in London groß geworden, aber wurdest im Kosovo in Pristina geboren. Deine Eltern sind vor dem Krieg in Jugoslawien geflüchtet. Wie war es als Kind mit geflüchteten Geschichte in Großbritannien aufzuwachsen, hattest du manchmal das Gefühl nicht akzeptiert zu werden?

Rita: Ich denke eher nicht, es gibt so viele verschiedene Kulturen in Westlondon, wo ich aufgewachsen bin. Zum Beispiel die karibische Kultur und viele andere. Deshalb habe ich mich nie anders als alle anderen gefühlt, da hatte ich Glück.

NOIZZ: Zur Zeit ist es ja ziemlich ungewiss alles, das Coronavirus steckt immer noch Menschen an. Wir alle sind isoliert voneinander. Wie gehst du als Künstlerin damit um?

Rita: Also ich habe ja die Single, die rausgekommen ist, dazu kommt noch das Video bald raus, ich habe Live-Recordings. Ich versuche mich, so gut es geht, der Situation anzupassen. So viele Festivals werden grade gecancelt, deswegen verschieben wir grade alles eher auf die sozialen Medien.

NOIZZ: Wie sehen deine täglichen Routinen zu Zeiten von Corona aus?

Rita: Ich hab eine Initiative namens "Stop The Spread" mit Miley Cyrus und der WHO und UN zusammen gestartet. Ich denke, es ist wichtig, wenn man kann, zuhause zu bleiben. Das kann schwierig sein, wenn man wie meine Mutter als Ärztin, einen systemrelevanten Job hat. Sonst esse ich zur Zeit viel Gemüse und Obst, koche viele Suppen, esse Fisch und viel kosovarisches Essen wie Ajvar.

Ich denke, es ist wirklich wichtig, viel Obst und Gemüse zu essen. Ich hab den neuen Film über Judy Garland geguckt und "Sabrina The Teenage Witch". Ich muss mir noch paar Bücher kaufen, aber ich schaue mir zur Zeit viele Bücher über Künstler an.

NOIZZ: Hast du eine Message an unsere Leser?

Rita: Haltet zusammen, bleibt entspannt, redet miteinander und passt auf euch auf!

Quelle: Noizz.de