Bei welchem Label unterschreibt der "Gucci Gang"-Rapper als nächstes?

Leute, einer der raffiniertesten Label-Coups der Musikgeschichte ist gerade ausgelaufen: Lil Pumps Signing bei Warner. Damit ist der "Gucci Gang"-Rapper wieder ein "free agent" – ein ungesignter Künstler.

Im März 2018 unterschrieb der Superstar für satte acht Millionen Dollar. Eine stolze Summe für einen 18-Jährigen. Der Deal war aber nicht nur wegen seiner atemberaubenden Summe spektakulär. Folgende Sensation hat sich abgespielt:

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Rückblick 2017

Lil Pump macht sich einen Namen mit richtig fetten Smash-Hits auf Soundcloud. Zum Beispiel "Boss" oder "Flex like Ouu". Er setzt mit seinen Songs neue Akzente im State of the Art: noch reduzierter, noch redundanter, noch catchiger. Hook – Strophe – Hook, fertig ist der Banger. Er übernimmt YouTube im Handumdrehen. Sein Look ist von der ersten Sekunde an ikonisch: Zahnspange, pink-hellblonde Dreadlocks und ein fettes Grinsen. Majorlabel Warner nimmt den Youngster unter Vertrag. Der Deal umfasst mehrere Alben, mehrere Jahre. Ist ganz okay, aber nichts Weltbewegendes.

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Der Herbst kommt und mit ihm "Gucci Gang": ein unfassbarer Hit. Pump ist auf einmal ein Popstar, im Mainstream und auf der ganzen Welt bekannt. Vergleicht man seinen Erfolg und seine Popularität mit seinen alten Deal, ist der Deal auf einmal gar nicht mehr so gut. Das merkt Pump, das merkt sein Manager, das merkt sein Anwalt. Jetzt kommt der Coup:

Pump und sein Anwalt checken die Rechtslage und finden ein Schlupfloch: Weil er als 17-Jähriger unterschrieben hat, ist der Vertrag nicht rechtskräftig. Also gehen sie vor Gericht und holen Pump raus. Zu diesem Zeitpunkt hat Warner bereits Unsummen in die Promotion von "Gucci Gang" gesteckt, und Pump ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere: Er ist der gehypteste Newcomer auf der ganzen Welt und ein Megastar. Für Warner eine Katastrophe, für Pump ein Sechser im Lotto.

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Er hat damit eine Ausgangslage, die eigentlich kein anderer Rapper auf der Welt hat: Er besitzt die Rechte an seinen Masters; an seiner gesamten bisher veröffentlichten Musik. Eigentlich gehören die nämlich immer den Labels. Mit "Gucci Gang" und anderen Hits in petto kann er neu verhandeln – und unterschreibt direkt wieder bei Warner, bloß, dass sie ihm im Vorfeld acht Millionen Dollar zahlen müssen. Acht Millionen, um mit Pump und seiner Musik wirtschaften zu können, die sie selbst mit aufgebaut haben. Unfassbar.

Tatsächlich hat der neue Deal nur ein einziges Album umfasst und war zeitlich auf den 22. September datiert. Das Album ist draußen, der 22. vorbei. Pump ist damit wieder ungebunden und kann sich Blunts rauchend zurücklehnen und in seinen Mails checken, welches neue Label ihm für einen Deal die meisten Milliönchen in sein Konto pumpen will. Good-Life in a Nutshell.

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  • Quelle:
  • Noizz.de