R. Kelly hatte aufgrund des Corona-Virus einen Antrag eingereicht, um frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen zu werden. Der Grund: Angst vor Ansteckung. Eine Richterin entschied nun über den Antrag.

Der frühere Pop-Superstar R. Kelly wird wegen der Coronavirus-Pandemie nicht vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Einen entsprechenden Antrag, den der Musiker über seine Anwälte eingereicht hatte, lehnte eine Richterin in New York am Dienstag ab.

R. Kelly bleibt im Gefängnis

Sie verstehe, dass der 53-jährige Sorge vor einer Ansteckung mit dem Virus habe, schrieb Richterin Ann Donnelly in der Begründung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Der Sänger habe aber keine ausreichenden Gründe für eine Entlassung vorgelegt. In dem Gefängnis in Chicago, wo Kelly derzeit einsitzt, gebe es noch keine bestätigten Fälle von Covid-19, zudem habe die Anstalt umfangreiche Schutzmaßnahmen eingeführt.

>> Trump, R. Kelly, Epstein: Die 17 wichtigsten Meilensteine der #MeToo-Bewegung

Der Sänger ist seit vergangenem Sommer in Haft. In Chicago sowie in New York und Minnesota liegen lange Anklageschriften gegen Kelly vor – unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger. Der Musiker beteuert seine Unschuld. Die ersten Prozesse sollten eigentlich noch dieses Jahr starten. Ob der Zeitplan angesichts der Corona-Krise eingehalten werden kann, ist fraglich.

>> Nach neuer R. Kelly-Doku: 40 Prozent mehr Anrufe bei Missbrauchs-Hotline

Schon in den 90ern und spätestens seit seiner angeblichen Ehe mit der damals 15-jährigen Aaliyah, hielten sich die Vorwürfe gegen R. Kelly standhaft. Erst in den letzten Jahren wurden seine Vergehen allerdings tatsächlich aufgerollt. Die vierstündige Doku "Surviving R. Kelly" hatte ein weltweites Echo zur Folge. Außerdem meldeten sich danach einige junge Frauen, die dem einstigen Pop-Mogul sexuellen Missbrauch und sogar das Halten von Sexsklavinnen vorwarfen.

[Text zusammen mit: dpa]

  • Quelle:
  • Noizz.de