Er schwört, seine Texte selbst zu schreiben – das merkt man.

Julien Ferrat hat mal wieder einen rausgehauen. Der rappende Stadtrat aus Mannheim scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, sich immer wieder selbst mit miserablen Rapvideos zu unterbieten.

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Diesmal besingt er das „Mannheimer Ghetto“, zusammen mit den, wie 14 Jahre alt wirkenden, Sprechgesangsartisten Yarak68 und Haram68.

Er wolle auf die Missstände im sozialen Brennpunkt Neckarstadt hinweisen, sagt er – weist aber vor allem auf die Missstände seines Talents hin.

Aber zumindest bringt es ihm wieder Aufmerksamkeit – Glückwunsch an dieser Stelle! Wohl nichts anderes wollte der Mitte 20-jährige Vertreter der Familienpartei Mannheim auch erreichen.

„Innerhalb von acht Tagen sind zwei Vergewaltigungen beim örtlichen Polizeirevier angezeigt worden. Zudem sind in Mossul im Irak zwei IS-Kämpferinnen aus der Omar-Al-Faruq-Moschee, die seit Längerem als Treffpunkt der regionalen Salafisten-Szene bekannt ist, festgenommen worden“, sagt er.

Stadtrat Ferrat mit ''FUCK ISIS''-Hoodie

Das erfährt man aber auch nur, wenn man sein Statement liest. Denn in „Mannheimer Ghetto“ gibt es nur einen völlig asynchronen Overdub und Punchlines wie: „Weil ich im Herzen Ausländer bin, hab ich meist Sex mit ner Ausländerin“ oder „Ich mach Politik Mannheim Kommunal und bums die Frauen in der Regel vaginal“. Na denn.

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Überhaupt offenbart sich bei Ferrat ein ziemlich konservatives Weltbild. Anfang des Jahres veröffentlichte er einen mehr als geschmacklosen und anmaßenden Anti-Abtreibungs-Song, in dem er Frauen vorwarf, Abtreibungen aus purem Egoismus durchzuführen. Schwangerschaftsunterbrechungen seien „Verhütung 2.0“, behauptet er – ohne auch nur den Hauch einer Ahnung davon zu haben, wie belastend eine solche Entscheidung ist, und wie Frauen teilweise den Rest ihres Lebens damit zu kämpfen haben.

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  • Quelle:
  • Noizz.de