Sie ist endlich aus ihrer Babypause zurück!

Heute hat P!nk ihr neues Album „Beautiful Trauma“ veröffentlicht. Fünf Jahre nach ihrem letzten Album „The Truth about Love“ und nur neun Monate nach der Geburt von Söhnchen Jameson Moon.

Die 13 Lieder scheinen der Sängerin wieder einmal als eine Art Therapie zu dienen: Es geht um Liebeskummer, Weltschmerz und die Gesellschaft, in der wir uns oft alleine zu fühlen scheinen. Für den Song „Revenge“ hat sie sich sogar die Unterstützung von Rap-Gott Eminem höchstpersönlich geholt. Und zwar, indem sie ihm nach mehreren Gläsern Wein einen Liebesbrief schickte und ihn fragte , ob er mit ihr arbeiten will. Er so: „Ok.“

Der Track ist eine fröhliche Rache-Nummer à la „Gives You Hell“ von The All-American Rejects und erinnert an ihren Hit „U + Ur Hand“.

Für all diejenigen, die es satt haben, brav zu sein und mal so richtig Scheiße bauen und steil gehen wollen, ist die Hymne „I Am Here“. Vorgeschmack gefällig?

„I wanna swim in the flood, I wanna fuck 'til I'm done

I like whiskey on ice, I like sun in my eyes

I wanna burn it all down, so let's start a fire.“

Die perfekte Party-Hymne.

In den Texten ist also der rockige Freigeist deutlich zu erkennen. Musikalisch dominiert aber Klaviergeklimper und zarter Gitarrensound, der sich oft zu tanzbaren Beats steigert, wie bei „Beautiful Trauma“. Eine Entwicklung, die auch schon bei ihrem vergangenen Album zu hören war.

Wie P!nk ist nun also P!nks neues Album?

Klar, sie ist mittlerweile verheiratet und Mutter zweier Kinder. Das merkt man auch ihrer Musik an. Plötzlich geht es nicht mehr nur um Sex, Drugs und Rock 'n' Roll, nicht mehr nur um die Probleme mit Püppchen, wie P!nk sie niemals ausstehen konnte oder um die Präsidenten, denen sie die Meinung geigt.

Am auffälligsten wird das bei dem Song „Barbies“. Sofort denkt man an ihren Superhit „Stupid Girls“, aber in berührenden Sätzen singt P!nk stattdessen darüber, dass sie sich wünscht, wieder ein Kind zu sein. Perfekt für alle, die die Sehnsucht nach einem Peter-Pan-Leben kennen.

Sanfte Töne hin oder her: P!nk bleibt meine liebste Powerfrau. Die Texte bleiben stark. Trotzdem: Wer die rotzige, kantige und melancholische P!nk liebt, wird mit ihren Radiohits nicht so viel anfangen können. Denn sie sind tanzbar, aber austauschbar. Ihre Stimme, rauchig und verletzlich, kommt eher bei den ruhigeren Nummern wie „Wild Hearts Can't Be Broken“ oder „You Get My Love“ zur Geltung.

Wer ihre Wandlung verstehen will, sollte sich die Doku „On the Record: P!nk – Beautiful Trauma“ über ihr Album, ihren Spagat zwischen Familie und Karriere und über ihre Ehe angucken.

Auch wenn mich nicht mehr jeder Song umhaut wie früher – seit ihrer berührenden Rede über ihre Tochter Willow Sage bei den MTV Video Music Awards bin ich wieder Feuer und Flamme für meine Jugendheldin.

Bei ihren zwei ausverkauften Konzerten in Berlin konnte ich dieses Jahr leider kein Ticket ergattern. Trostpflaster für alle, die sich auch ärgern: P!nk hat eine Welttournee 2018 bereits bestätigt!

Quelle: Noizz.de