Wir haben ihr 10 schnelle Fragen gestellt.

Die Tage werden wieder kürzer und kälter, es wird früher dunkel – da kann die gute Laune schon mal auf der Strecke bleiben. Zum Glück gibt es ja Musik. Die kann in jeder Lebens- und Gefühlslage helfen und bietet auch in Sachen Winterblues das richtige Heilmittel. Wie wäre es etwa mit einer Packung R'n'B-Pop von "Glowie" auf Rezept?

Solltest du noch nie von der Isländerin gehört haben, ist spätestens jetzt der richtige Zeitpunkt eine der aufregendsten Newcomer diesen Jahres und einen brandheißen Tipp für 2020 zu entdecken. Sara Pétursdóttir, wie die Isländerin im ganz normalen Leben heißt, mag Schubladendenken nicht und macht deswegen ihr ganz eigenes Ding.

Heraus kommen Songs, die aufregend und gefühlvoll sind und einen düsteren R'n'B-Vibe haben. Am besten beschreibt man ihre Musik vielleicht so: Ein Hauch von Lorde, gepaart mit dem coolen Groove von Banks und ein bisschen Pop-Power à la Sigrid.

Das kommt wohl dabei heraus, wenn man in Islands hippen Hauptstadt Reykjavik groß geworden ist und neben der isländischen Einöde jede Menge Zeit hatte, die Plattensammlung der eigenen Eltern zu durchstöbern. Ihre Songs fangen das ganz persönliches Lebensgefühl der 22-Jährigen ein, Musik zu der man tanzen kann, aber auch für sich alleine sein kann, zum Grübeln oder Herzschmerz haben.

Das beides ganz gut zusammengehen kann, zeigen ihre Songs aber durchaus. "Cruel" behandelt das Thema Mobbing, ihr Hit "Body", der bereits mehrere Millionen Streams auf Spotify hat, handelt von Unsicherheiten mit dem eigenen Körper. Ihre neue Single "Unlovable" widmet sich der Tatsache, dass man nicht alleine für sich im stillen Kämmerlein leiden muss.

Also Probleme, die jeder von uns nur zu gut kennt. Mit ihrer Musik will Glowie auch darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, auf sich selbst acht zu geben – sowohl mit dem eigenen Körper, als auch in Sachen Mental Health.

Im Moment ist Glowie als Support der US-Singer-Songwriterin Banks auf Tour durch Europa – und schaut für drei Termine auch in Deutschland vorbei. Am 14. und 15. November kannst du sie in Berlin erleben (Heimathafen), am 17. November spielt sie in Köln (Live Music Hall). Vorher haben wir von NOIZZ sie noch einmal für ein schnelles Q&A-Speeddate abgefangen.

Lernt Newcomerin Glowie kennen – in 10 Fragen

NOIZZ: Was war das Erste, was du heute getan hast, als du aufgewacht bist?

Glowie: Eigentlich dasselbe wie jeden Morgen: eine Tasse Kaffee getrunken und mir dazu Musik angemacht. Manchmal lasse ich auch einfach das Radio spielen.

Wie würdest du deine Musik in nur einem Satz beschreiben?

Glowie: Meine Musik ist Pop – allerdings mit einem düsteren R'n'B-Twist, der oft ziemlich roh ist und zugleich eine sehr ehrliche, offene Botschaft in sich trägt.

Woher kommt dein Künstlername "Glowie"?

Glowie: Als ich damit angefangen habe, war ich ziemlich schüchtern und unsicher. Aber jedes Mal wenn ich auf der Bühne stand und performte, fühlte ich mich wie eine ganz andere Person. Ich dachte, es wäre ganz cool, mich deswegen auch anders zu nennen, wenn ich auftrete. Heute fühle ich mich nicht mehr so. Aber "Glowie" ist immer noch ein grandioser Name, deswegen habe ich ihn einfach behalten.

Wenn du auf Tour bist: Was vermisst du am meisten an deiner Heimat, Island?

Glowie: Die Ruhe. Und den Geruch frischer Luft und die Natur. Und natürlich das reine Wasser.

Wie bist du zur Musik gekommen?

Glowie: Musik war schon immer ein wichtiger Teil meines Lebens. Aber als ich neun Jahre alt war, hat mein Vater bei uns zu Hause ein kleines Studio eingerichtet. Da habe ich wirklich entdeckt, wie sehr ich es liebe, Musik zu machen. Ich habe ab da meine Zeit fast nur noch im Studio verbracht, man hat mich gar nicht mehr rausbekommen. ich wusste sofort, das ist das, was ich wirklich machen will.

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Welche Künstler haben dich beeinflusst?

Glowie: Alicia Keys, Beyonce, Miley Cyrus, Taylor Swift, JT, Mary J Blige und Mary Mary.

Was inspiriert dich immer wieder aus Neue?

Glowie: Menschen.

Gibt es eigentlich eine Story zu deinem Song "Cruel"?

Glowie: Tayla Parx (hat bereits Songs für Ariana Grande und Rihanna getextet, mehr über sie hier, Anm. der Red.) hat “Cruel" geschrieben. Er ist über Mobber. Ich hab mich mit dem Song direkt verbunden gefühlt, weil ich früher als Kind in der Schule selber gemobbt wurde. Aber für mich geht es in dem Song nicht nur um Mobbing, sondern vielmehr übers Grausamsein – egal in welcher Form.

Was ist im Moment dein Lieblingssong?

Glowie: “Cruel Summer” von Taylor Swifts neuem Album. Die Melodie und der Refrain kriegen mich einfach immer wieder, irgendwas hat der Song. Ich kann einfach nicht aufhören, ihn anzuhören. Aber das ist echt schwierig zu erklären, wieso. Schwer in Worte zu fassen.

Du willst mehr von Glowie hören? Kein Problem – im Juni erschien zum Glück ihre EP "Where I Belong". Die hat mit acht Stücken zwar fast Album-Länge, aber umso besser für uns.

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Quelle: Noizz.de