Die Musikerin aus Norwegen macht luxuriösen R'n'B-Pop mit Tiefgang. Ihren Namen sollten wir uns merken – Kamara überzeugt durch ihre grandiose Stimme und exzellentes Songwriting. Darüber hinaus möchte sie hoch hinaus. Mit recht!

Fatuma Kamara ist noch ziemlich am Anfang ihrer Karriere. Die 21-Jährige wurde in Sierra Leone geboren und wuchs in Bergen auf, sie zog nach der Schule für ihre Karriere nach Oslo. Seither geht es stetig voran auf dem Weg in den ganz großen Pop-Olymp. Und nichts weniger als das ist Kamara gerade gut genug. Auf dem diesjährigen "Trondheim Calling" Festival sagte sie ganz unumwunden, dass sie irgendwann nur noch Musik machen und ihre innere Diva ausleben möchte. Ihre Worte sind meistens mit breitem Grinsen und schallendem Lachen verbunden.

Kamara hat eine Persönlichkeit, die einfach auf eine Bühne gehört: Sie ist offen, cool und wenn sie anfängt zu singen, kann man nicht anders als ihr zuzuhören. Mit ordentlich Ironie, bisschen Witz und einer gehörigen Portion Boss-Bitch-Mentalität schreitet Kamara voran. Wer die Möglichkeit hat, sie live zu sehen, sollte das dringend tun. Die Frau ist eine Naturgewalt.

Heute erscheint ihre Single "20 Something" – eine locker aufgeschlagene Hymne, in der sie Ängste und Gedanken einer typischen Quarterlifecrisis verarbeitet. Am Ende des Songs sind die Sorgen vielleicht nicht weniger, aber wenigstens kann man zu ihnen tanzen.

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Wir haben Kamara zu ihrem frischen Track interviewt und mit ihr auch über das Tier in ihr gesprochen:

NOIZZ: Worum genau geht es in "20 Something"?

Es geht um meine Krise vor gut zwei Jahren. Ich habe mich entschieden, aus Bergen nach Oslo zu ziehen, um Musik zu machen. Nicht zur Uni zu gehen war keine leichte Entscheidung für mich. Ich weiß zwar, dass ich Musik liebe und dass ich immer eine Karriere als Künstlerin und Songwriterin als meinen Lebensentwurf gesehen habe, aber es ist trotzdem etwas, was mir wahnsinnig viel Angst bereitet, um ehrlich zu sein.

Ich habe zwar schnell was gerissen an der musikalischen Front, ich war als Backround-Sängerin der Norwegischen Rapperin Myra mit auf Tour und alles lief ganz gut. Gleichzeitig ging es mir persönlich immer schlechter. Ich habe mich die ganze Zeit mit anderen verglichen. Habe minutiös darauf geachtet, was andere in meinem Alter alles erreicht haben: Haben sie geheiratet? Haben sie schon eine Familie gegründet? Sind die in ihrer musikalischen Karriere schon viel weiter als ich? Es war richtig toxisch und ich habe irgendwann gemerkt, dass es wirklich Quatsch ist. Jeder hat seine eigene Geschwindigkeit und kommt zur richtigen Zeit an die Orte, an die er oder sie soll.

Wenn deine Musik eine Süßigkeit wäre, welche wäre das?

Smash! Das gibt es glaub ich nur in Norwegen! Es ist eine Art Mais-Chips, die aber mit Milchschokolade überzogen sind. Es ist salzig, süß, knusprig und schmilzt vor sich hin. Genau wie meine Musik, hoffe ich.

Wenn alles richtig läuft: Wo bist du dann in zehn Jahren?

Einfach: In zehn Jahren habe ich im besten Fall ein paar Millionen Platten weltweit verkauft, habe schon auf der ganzen Welt getourt und lebe mein bestes Leben. Ich habe meiner Mutter ein Haus und ein Auto gekauft und bin glücklich und mache weiterhin Musik. Es wird großartig! (lacht)

Wenn du ein Tier wärest, welches wäre es?

Ich liebe diese Frage! Ich wäre ein Hybrid aus einem Faultier und einem Tiger. Ich kann nämlich extrem entspannt sein, manche nennen mich die Königin der Prokrastination. Aber ich kann definitiv ordentlich fauchen und brüllen, wenn es sein muss.

Wir sagen: Happy Releaseday und hören uns noch mal eine ordentliche Runde "20 Something" an!

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  • Quelle:
  • Noizz.de