Das Trio lässt sich über die Liebe aus – oder eher die fehlende Existenz selbiger.
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Wir haben jetzt noch nicht herausgefunden, wer dieser ominöse Marwin ist – die Jungs hinter der Bremer Band Faakmarwin jedenfalls heißen Alex, Ole und Jannik. Zusammen machen sie seit 2014 Musik zwischen Hip-Hop, Rock und irgendwie auch ein bisschen Metal. Quasi als hätte man den frühen Nu-Metal aktualisiert und ins Deutsche übersetzt. In ihrer Muttersprache bekommen sie das mit dem Texten dann auch ziemlich gut hin.

In der neuen Single zum Video geht's um das Ende einer Beziehung. Man ist zwar irgendwie noch zusammen, so richtig dufte isses aber längst nicht mehr, und beide sehen der Geschichte beim Ausbluten zu. Passenderweise heißt der Song „Ich kanns nicht mehr hören.“

Wir können bisher ganz gut zuhören, der Song läuft einem nämlich bestens rein. Aber auch, wenn die Boys aus Bremen quatschen, kann man ruhig mal ein Ohr an sie wenden – etwa in einem Kurzinterview. Das haben wir nämlich mit ihnen geführt und wollen es auch keineswegs vorenthalten. Hier also unser rasanter Talk mit Faakmarwin über Ernsthaftigkeit, Deutschunterricht und Küsse auf der Bühne!

NOIZZ: Ernste deutsche Musik hebt sich ja aktuell sehr ab: Weg vom Fun-Punk der Ärzte, weg vom dauerironischen Habitus von Bilderbuch. Woher eure Schlagrichtung?

Faakmarwin: Wenn du Mucke machst, ist die ja immer irgendwie Ausdruck deines Innenlebens. Du schreibt das, was dich gerade so umtreibt. Wenn das „Dauerironie“ à la Bilderbuch ist oder am Ende sogar kompromissloser Gucci-Gang-Trap – super! Das feiern wir natürlich auch ab, ist aber einfach nicht das, was zumindest aktuell aus uns herauskommt. Unsere Musik folgt also keiner Agenda, auf der steht: Wir machen deutsche Musik endlich wieder ernst. Überhaupt nicht. Im Gegenteil, wir haben auch ganz andere Tracks. Allerdings geht es uns immer darum Storys zu erzählen, die Aussage haben.

Zum Thema Sprache: Was war früher im Deutschunterricht euer Lieblingsbuch?

„Die Physiker“, weil alle nen Knall haben. „Der kleine Prinz“: Stellt die richtigen Fragen. „Die Welle“.

Woran orientiert ihr euch beim Schreiben?

Da wir zu dritt sind und auch schreiben, sind die Einflüsse relativ vielseitig. Oft sind es gar nicht andere Künstler, die uns beeinflussen, sondern Orte, Reisen, Menschen und die eigene Geschichte und Erfahrungen.

Ihr dürft euch eine Band aussuchen, mit der ihr als Support mitkommt: Welche wäre das?

Aktuell? Twenty One Pilots auf Welt-Tournee. National würden wir uns mega über 'ne Supporttour mit Marteria oder OK Kid freuen.

Wenn man euch noch gar nicht kennt: Nennt uns 5 Eigenschaften, die 100-prozentig auf euch zutreffen.

Bunt im Herzen! Und bei unseren Konzerten klettert der Sänger gern, je nachdem, was es gerade zu besteigen gibt. Auf der Bühne wird durch den Tisch getreten. Ole und Alex küssen sich gern mal, aber bisher noch nicht auf den Mund. Oder einfach: Eine große Familie.

  • Quelle:
  • Noizz.de