Musik und Kopfkino an!

Gerade erst wieder bemerkt: Es gibt Musik, die zeichnet einem wirklich direkt eine kleine schmutzige Fantasie in den Kopf, die man trotz Bemühungen nicht mehr so schnell loswird.

So auch die neue Single "Deux" der Berliner Newcomerin ROKKY: Plötzlich denkt man an einen dunklen Club irgendwo in Paris, verschwitzte Körper, ein knackig-pulsierender Rausch auf Was-Auch-Immer, Hände überall, die Zigarette in der Hand mit den rotlackierten Fingernägeln und mit einem Fuß im Darkroom.

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Die 25-jährige ROKKY, die mit "Deux" in die Fußstapfen von Dance-Künstlerinnen wie Marie Davidson oder Essaie Pas tritt, liefert damit einen schön minimalistisch-aufgeräumten Beat, während sie auf Französisch bis drei zählt.

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Aber auch wenn man es dem dominanten, unerbittlich harten Beat nicht anhört: ROKKY hat ihre Wurzeln eigentlich im Singer-Songwriter-Genre. Mit Akustikversionen ihrer Songs war die zierliche Blondine vor allem als Straßenmusikerin unterwegs – und schulte so ihr Gefühl zum Publikum, bis sie die Gitarre gegen den Laptop eintauschte und seitdem Beats baut.

Dass "Deux" erst ihre zweite Single ist, merkt man nicht. Wohl aber, dass die Wahlberlinern in ihrem bisherigen Leben schon in dem ein oder anderen Land gelebt hat und dadurch die verschiedensten Einflüsse sensibel zusammenbringt – den harten Beat aus Berlin, die dominanten Melodien aus Island, die Sexyness Frankreichs und die Coolness der Danceszene Londons.

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Ein ziemlich interessanter Schmelztiegel verschiedenster Gegensätze mit dem ROKKY da spielt. Die passende Musik, um der nächsten Darkroom-Party einzuheizen, hätte sie damit auf jeden Fall schon.

  • Quelle:
  • Noizz.de