So lässig-cool wie Spider-Mans alter Ego versucht Mei River mit seiner neusten Single dem Blues ein bisschen mehr positive Vibes zu geben. Wir haben exklusiv für euch das dazugehörige Video und den Singer-Songwriter gefragt, wie der Song entstanden ist.

Manchmal ist es schon sehr erschreckend, wie krass der Zeitgeist, in dem wir aufgewachsen sind, uns beeinflusst, ja irgendwie auch geformt hat. Ich selbst zum Beispiel erwische mich immer wieder bei dem Gedanken: "Oh man, das war gerade so Millennial von dir." Auch Fredrik Eriksson, der als Singer-Songwriter Mei River Songs irgendwo zwischen Lo-Fi-Pop, Psychedelica und einer Prise R'n'B scheinbar mühelos fabriziert, geht es manchmal so.

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"Warum fällt es so verdammt leicht, sich so verloren zu fühlen?" ist eine Frage, die dem jungen Schweden dabei besonders oft im Kopf herum schwirrt und die er in seinen Songs verarbeitet. So auch in seiner aktuellen Single "Peter Parker". Die spielt, wie ihr wahrscheinlich schon klug kombiniert habt, auf den Marvel-Klassiker "Spider-Man" an – mit all den Ambiguitäten die damit einhergehen, schließlich hat Peter Parker zwei Leben.

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"Ich wollte mal einen ernsten Song machen, der aber nicht diesen ernsten, schweren Sound hat. Ich wollte es eher so machen, dass es so klingt, als erkläre man grade alles, was einen beschäftigt, während man genau in dieser Phase ist und Spaß hat – als ob man eine Maske überzieht und so tut, als ob", erklärt Fredrik. In "Peter Parker" widmet er sich nämlich den eher nicht so angenehmen Dingen im Leben eines jungen Erwachsenen. Es geht um Alkohol, den Missbrauch von verschreibungspflichtigen Medikamenten.

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"Das Video zum Song zeigt gleichzeitig zwei Geschichten – genauso, wie du dich während dessen fühlst", erklärt er uns. Das eigenwillige, smoothe Video hat er gemeinsam mit seinem Kumpel Daniel Björkman kreiert. Wir wollen euch nicht unnötig lange auf die Folter spannen.

Vorhang auf! Hier gibt es das Musikvideo zu Mei Rivers Single "Peter Parker":

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Bis Mei River seinen eigenen Sound gefunden hat, war es für den Musiker ein langer Weg. Nachdem er jahrelang ziemlich abgefahrene und experimentelle Instrumentalstücke für andere Künstler produziert hatte, beschloss er eines Tages, dass es ihm reicht. Er wollte seine eigenen Songs machen und über das singen, was ihm durch den Kopf geht. Das war in der Phase vor allem diese Gefühlswelt: verloren, einsam und niedergeschlagen. Seine Songs handeln oft davon, nicht zu wissen, was er tut oder wohin er geht – rastlos und ohne einen Plan von der Zukunft.

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Das man sich in Zeiten von Corona eher ins Innere zurückzieht, hat für ihn positive, als auch negative Seiten. Allerdings gestalten sich seine Tage jetzt ziemlich ähnlich, wie er mit einem Lachen zugibt: "Ich versuche einfach, so weit wie es geht von anderen Menschen fernzuhalten. Ich nehme einfach meinen E-Roller bis zum Studio, bleibe dort den ganzen Tag und gehe dann nach Hause. So gestalten sich meine Tage, seitdem der Virus ausgebrochen ist." Aber wie sagt man so schön: Immer positiv bleiben.

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Die Single "Peter Parker" ist ein erster Vorgeschmack auf Mei Rivers kommende EP "Tall Trees That Never Fall". Wann die erscheint, steht noch nicht fest. Mehr zu Mei River und seiner Musik erfahrt ihr bei Instagram – dort gibt er auch die ein oder andere Live-Einlage in Quarantänezeiten.

  • Quelle:
  • Noizz.de