Der Musiker sieht Parallelen zur Weimarer Republik.

Er führt das auf eine Partei zurück. "Es gab immer Rassisten und Nationalisten und rechte Menschen", sagte Max Herre der Deutschen Presse-Agentur. "Aber es gibt eben inzwischen eine Partei, die im Bundestag sitzt, unter deren Schirm – zumindest deren rechtem Flügel – sich Menschen sammeln können mit der Gesinnung", erklärte der frühere "Freundeskreis"-Frontmann.

"Damit wird es institutionell." Dass Menschen mit rechtsextremen Anschauungen heute in Entscheiderpositionen sitzen, "ist die Dimension, die so gefährlich daran ist und die auch diese Parallele zulässt zur Weimarer Republik". Er glaubt, "dass da eine Mechanik dahinter ist, die viel größer ist und auch ein gesellschaftlicher Nährboden, der das erzeugt, der immanenter ist, als das mancherorts gesagt wird."

Auch die Reaktionen auf den rechtsextremen Terroranschlag von Halle werfen Fragen auf: "Natürlich fragen wir uns alle, wie viele Halles braucht es? Wenn man den NSU-Prozess verfolgt hat und über Warnsignale redet oder sowas, fragt man sich natürlich, wie viel braucht es für die Politik, um wirklich zu sagen: Wir räumen auf mit der Art und Weise, wie der Verfassungsschutz umgegangen ist mit der Rechten?"

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[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de