Lavalampe, Pokémon-Karten, blondierter Topfschnitt – Mavi Phoenix' Musikvideo zu "Fck It Up" ist der feuchte Traum eines jeden Aaron-Carter-Fans.

"'Fck It Up' heißt sie. Wir spielen sie jetzt für euch – quasi eine Weltpremiere, so oft haben wir sie noch nicht gespielt", kündigt Mavi Phoenix am gestrigen Donnerstag auf der Bühne des Berliner Tempodroms seine neue Single an. Eine so große Location füllt der österreichische Popsänger eigentlich noch nicht allein. Der 25-Jährige ist der Vor-Act für Milky Chance. Kein Wunder also, dass uns hier und da ein wenig Nervosität zwischen den Zeilen entgegenfliegt. Als dann die Musik einsetzt, ist Mavi aber komplett frei.

"Frei", ein gutes Stichwort – es dürfte in den vergangenen Monaten maßgeblichen für den jungen Typen, der da gerade energetisch auf der Bühne seine Show abzieht, gewesen sein. Im Juli 2019 teilt Mavi etwas sehr Privates mit der Öffentlichkeit. Er ist trans*. Mavi – den wir bis dahin als weibliche Künstlerin kannten – zeigt uns seine Wahrheit. Alleine dafür gibt es an dieser Stelle schonmal Applaus! Wie wertvoll so eine öffentliche Bekenntnis für die LGBTQ*-Community ist, braucht gar nicht erst erwähnt zu werden. Nicht allen gefällt das: "Ich habe 500 Follower verloren", schreibt Mavi nach seinem Outing auf Instagram. "Könnte mir aber nicht egaler sein."

Das Outing liegt mehr als ein halbes Jahr zurück – und Mavi, der ist jetzt zurück mit neuer Mukke, die sein Leben beschreibt. "Fck It Up" ist für Mavi selbst 'ein Song, der einerseits aus Frustration und andererseits aus Motivation entstand. Man ist bereit, alles über den Haufen zu werfen und eben 'abzufucken'. Man möchte ausbrechen und endlich der sein, der man ist'", heißt es im Press Release.

Der feuchte Traum eines jeden Aaron-Carter-Fans

Das dazugehörige Video ist der feuchte Traum eines jeden Aaron-Carter-Fans. Blondierter Topfschnitt mit Mittelscheitel, riesige Shirts, ein breites freches Grinsen. So hüpft Mavi von einer Szene in die nächste. Die gesamte Aufmachung des Musikvideos schreit Neunziger, von der Lavalampe bis hin zu den Pokémon-Karten, die sich Mavi wie Fuffis aus der Hand streicht.

>> Die Tamagotchis sind zurück – und kosten doppelt so viel wie früher

"Fck It Up" gehört zu Mavis Debütalbum "Boys Toys", das am 3. April 2020 auf LLT Records erscheint.

Live kannst du Mavi in diesem Jahr übrigens hier sehen:

  • 15.04.2020 Bremen, Lagerhaus
  • 16.04.2020 Hamburg, Uebel & Gefährlich
  • 17.04.2020 Berlin, BiNuu
  • 18.04.2020 Frankfurt, Zoom
  • 19.04.2020 Leipzig, Naumanns
  • 22.04.2020 Hannover, Mephisto
  • 23.04.2020 Köln, Gebäude 9
  • 24.04.2020 Bielefeld, Movie
  • 25.04.2020 Stuttgart, Im Wizemann Studio
  • 01.12.2020 München - Ampere

YouTuberin Raffa's Plastic Life im "IDENTITY"-Interview über Geschlechtsidentität

>> Trans* Frau Raffaela Zollo: "Eine Vagina ist nicht die Lösung für alles"

Quelle: Noizz.de