Lenny Kravitz rockt Berlin!

Marie-Julie May

Sport, Lifestyle & Musik
Teilen
Twittern
Lenny Kravitz rockt die Zitadelle Spandau und begeistert mit neuer Musik Foto: lennykravitz / Instagram

Mit perfektem Hüftschwung, angeborener Coolness und Soul-Stimme begeistert der Rockstar die Hauptstadt.

Als die unverkennbaren Riffs von Lenny Kravitzs Mega-Hit "Fly Away" durch das alte Gemäumer der Spandauer Zitadelle dringen, heizt der Rockstar dem Publikum mit Vollgas ein. Seit über 30 Jahren im Musikbusiness und immer noch eine musikalische Naturgewalt!

Foto: Marie-Julie May

Wenn einer cool ist, dann Lenny Kravitz

Dass dieser Mann 54 Jahre alt ist, merkt man zu keiner Sekunde. Eindrucksvoll rockt Lenny in grüner Lederjacke und engen schwarzen Lederschlaghose die Bühne, als sei es noch immer 2002. Zum Auftakt reißt er sich seine rote Ballonmütze von den Rasta-Zöpfen, schüttelt sie einmal durch und rockt los! Wenn einer cool ist, dann Lenny Kravitz.

Eine große Bühnenshow braucht Mister Sexiness nicht. Er weiß, wie er sich bewegen muss, damit alle dahin schmelzen. Aufwändigen Videos oder Background-Tänzer gibt es nicht. Lenny allein reicht aus!

Über der Open-Air-Bühne fliegen die Flugzeuge Richtung Tegel. Man denkt zwischenzeitlich, man sei Teil von einem seiner Musikvideos. Zwar waren die Gemäuer der alten Festung nicht komplett ausverkauft, aber trotzdem sehr gut besucht!

Foto: Marie-Julie May

Sowohl Fans aus den Hochzeiten Ende der Neunziger, Anfang der 2000er, als auch jüngere Generationen rocken gemeinsam. Von Headbangern, BH-Werfern und stillen Genießern war alles dabei.

Foto: Marie-Julie May

Hits am Laufenden Band

Auch zwei Songs vom kommenden Album "Raise Vibration", das am 7. September erscheinen soll, werden gespielt. Mit etwas mehr Pop und Funk als seine Rock-Klassiker kommt die Singleauskopplung "Low" daher, die mit einem Sprach-Sample von Michael Jackson versehen ist. In dem Protestsong "It's Enough" geht es weniger um Liebe, sondern um ernstere Themen wie Krieg, Rassismus und Umweltzerstörung. "It's enough … And the system you cannot trust … We all are just getting fucked", klagt er an. Immer wieder ruft Kravitz zu Gleichheit auf. Dabei streckt er seine Faust den jubelnden Fans entgegen und formt zwei Finger zu einem Peace-Zeichen. Und die Fans tun es im gleich. Seine Botschaft nach Frieden kommt an.

Die Fans feiern aber vor allem Klassiker wie "It Ain't Over Till It's Over", "American Woman" oder "Always On the Run". Hits, die gefühlt schon immer unser Leben begleitet haben und jeder aus dem Radio kennt.

Foto: Marie-Julie May

Der Vibe ist da

Zum Ende hin heizt Lenny der Menge nochmal richtig ein. Man bekommt das Gefühl, dass der New Yorker mit jeder Minute besser wird. Sein Mantra "Let Love rule" spielt er über zehn Minuten und transformiert sie zur Hymne des Abends! Der Vibe ist da. Lenny beweist, dass seine alte neue Botschaft, die 1989 schon funktionierte, heute noch aktuell ist.

Zwei Stunden ohne Atempausen

Man muss gar nicht alle zehn Studio-Alben des Musikers rauf und runter kennen, um sein Konzert von der ersten bis zur letzten Minute genießen zu können. Lenny Kravitz trifft das musikalische Nervenzentrum und zeigt sich über zwei Stunden in höchstform!

Foto: Marie-Julie May

Quelle: Noizz.de

Kommentare anzeigen