"Looking for America" wird nicht auf ihrem neuen Album zu finden sein.

Innerhalb von weniger als 24 Stunden haben in den USA 31 Menschen ihr Leben gelassen bei zwei Massenschießereien in El Paso, Texas sowie in Dayton, Ohio. Das ruft nicht nur die Politik auf den Plan, auch Musiker äußern sich zu den Verbrechen, von denen mindestens dass in El-Paso wohl Hass-motiviert war.

Nachdem Rihanna sich bereits mit Donald Trump via Twitter angelegt hatte, wählt Musikerin Lana Del Rey einen anderen Weg. Weil sie die grausamen Ereignisse in ihrem Heimatland nicht losließen, schrieb die Sängerin kurzerhand einen neuen Song, der die Ereignisse verarbeitet – und nahm dazu mit Produzent Jack Antonoff an der Gitarre ein Video für Instagram auf.

"Looking For America", also "Auf der Suche nach Amerika", heißt der aufrüttelnde Song:

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Der Track wird nicht auf ihrem neuen Album zu finden sein, das bereits am 30. August erscheint. In "Looking For America" rechnet Lana Del Rey mit der aktuellen politischen Lage in den USA ab. So singt sie etwa: "I’m still looking for my own version of America. One without the guns, the flag can freely fly. No bombs in the sky, only fireworks and you and I."

Über den Song sagt sie auf Instagram:

"Ich weiß, dass ich kein Politiker bin und ich versuche nicht, mich dafür zu entschuldigen, dass ich eine Meinung habe – aber angesichts all der Massenschießereien, die mich in den letzten Tagen wirklich getroffen habe, wollte ich nur dieses Video posten."

Lana Del Rey ist mit ihren Sorgen nicht allein. Ex-US-Präsident Barack Obama verurteilte nach der offenbar rassistisch motivierten Bluttat in der Grenzstadt El Paso eine von manchen Politikern genutzte Sprache der Angst und des Hasses.

Dabei erwähnte er zwar nicht explizit seinen Amtsnachfolger Donald Trump, sagte aber: "Wir müssen eine Sprache gründlich ablehnen, die aus den Mündern unserer Anführer kommt und ein Klima aus Angst und Hass schürt oder rassistische Vorurteile normalisiert."

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  • Quelle:
  • Noizz.de