Mehrere Szenen sind der Foto-Kunst von Marius Sperlich auffällig ähnlich.

Seine pornös-inszenierte politische Kunst zierte schon das "Playboy"-Cover und wurde in Berlin, Deutschland und weltweit in renommierten Museen und Galerien ausgestellt. Der Berliner Fotograf Marius Sperlich schockt mit Makro-Aufnahmen von freigelegten Nippeln, lasziv geöffneten weiblichen Lippen in Farben der Europa-Flagge und mit "Go Vote"-Pappe auf der Zunge oder Flugzeugen, die über Schamlippen fliegen.

Jetzt wirft der freischaffende Künstler auf seinem Instagram-Account den Hip-Hop-Stars Nicki Minaj, Chris Brown und G-Eazy vor, sie hätten für ihr neues Musikvideo "Wobble Up" seine Optik kopiert, ohne ihn als Urheber zu nennen oder wenigstens dankend zu erwähnen.

Und wer sich das Musikvideo anschaut, entdeckt tatsächlich auffällige Ähnlichkeiten:

Das Dilemma ist nicht neu und noch gibt es keine klare Etikette: Shirin David hat zum Beispiel unter ihrem "ICE"-Musikvideo der US-amerikanischen Rapperin Kash Doll gedankt. Sie hatte nämlich zuerst den Song und das Musikvideo zu ihrer eigenen englischsprachigen Single "Ice me out" draußen. Shirin hat das Musikvideo quasi sehr ähnlich interpretiert. Sieh selbst, wie ähnlich sich die Musikvideos sind:

Anderes Beispiel: Shindy musste seine mega-erfolgreiche Single "Affalterbach" offline nehmen, weil er ein Snippet von Shirin Davids Stimme benutzt hatte, ohne sie zu fragen oder die Künstlerin in den Credits zu nennen.

>> Shirin David droppt neue Single "ICE" – und kopiert sich selbst

Ob die Vorwürfe von Marius Sperlich in einem Social-Media-Shitstorm oder gar in einem Rechtsstreit enden, bleibt abzuwarten. Auf Instagram bekommt der Künstler für seine Ansage innerhalb der ersten fünf Stunden bereits über 30.000 Likes (Stand 21. Mai 2019, 12.45 Uhr). Also Support von Fans, aber auch anderen Künstlern, die sich oft ausgebeutet sehen, und gegen mangelnde Namensnennung im Internet kämpfen.

Quelle: Noizz.de