Das dürfte weder die Rapper noch Fans überraschen

Im Dezember 2017 ließen Kollegah und Farid Bang ihr drittes gemeinsames Skandal-Album auf ihre Fans und den Musikmarkt los. Jetzt wurde „Jung, brutal, gutaussehend 3“ von der Bundesprüfstelle auf die Liste der jugendgefährdenden Medien gesetzt – und unterliegt somit demnächst umfangreichen Vertriebs- und Werbeverboten.

Der Entscheid tritt allerdings erst Ende September in Kraft.

Ende September wird sich die Bundesprüfstelle auch erst zu den Gründen äußern. Bis dahin können minderjährige Anhänger der Skandal-Rapper die Platte also noch streamen und bestellen. Danach ist es dann wohl vorbei mit den Mörder-Klick- und Verkaufszahlen.

Wen wundert’s ...

Dass Kollegah und Farid mit „JBG3“ erneut ein alles andere als jugendfreies Musikstück kreiert hatten, war den meisten wohl bereits am Tag der Veröffentlichung klar. Wegen Textzeilen wie „Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“ standen die Jungs massiv in der Kritik – Antisemitismus-Vorwürfe inklusive.

Trotz der Anschuldigungen wurden die Rap-Stars im Frühjahr mit einem Echo ausgezeichnet. Die dadurch ausgelöste branchenweite Diskussion führte schlussendlich dazu, dass der Musikpreis abgeschafft wurde.

JGB und JGB2 ebenfalls indexiert

Auch bei den beiden Vorgänger-Alben lief es ähnlich. „Jung, brutal, gutaussehend“ erschien 2009 und wurde 2012 indiziert. Bei JBG 2 dauerte es nur ein Jahr nach der Veröffentlichung 2013, bis die Bundesprüfstelle den Riegel vorschob.

„Jung, brutal, gutaussehend 3“ stieg auf Platz eins der deutschen Albumcharts ein. Insgesamt hielt es sich 33 Wochen lang in den Charts.

Quelle: Noizz.de