Willkommen in der Stadt des Serienmörders Carl Großmann.

Vor knapp zwölf Jahren konntest du das erste Mal das Horrorhaus in Neuruppin bei Brandenburg betreten. Dafür brauchte es keinen Schlüssel, sondern lediglich einen Klick auf „K.I.Z.-Neuruppin.de“. Die Seite wurde extra für das Musikvideo zu dem gleichnamigen Song aus dem Album „Hahnenkampf“ erstellt.

Als Zuschauer kann man sich immer noch interaktiv in dem Video bewegen und sich mit dem Cursor durch das Haus und den Wald von Neuruppin klicken – zwischen Blut, grauem Nebel und verwesten Leichen. K.I.Z. ist bekannt für düstere und überspitzte Texte. Mit „Neuruppin“ haben sie einen Horror-Rap-Klassiker geschaffen, der jetzt fortgesetzt wird:

2019 begeben sich Niko, Tarek und Maxim mit dem Rap-Trio „Nord Nord Muzik“ also wieder in die Stadt nach Brandenburg. Zeilen wie „Sie werden mit Messern erwartet (), um sie bei lebendigem Leibe zu häuten und danach mit Hammer und Nägeln zu kreuzigen“ werden von Sound und Bild unterstützt.

Interaktiv ist das Musikvideo allerdings nicht. Und K.I.Z. ist lediglich als Feature auf dem Song vertreten. „Nord Nord Muzik“, bestehend aus Vorkkkone, Drama Kuba und Kannibal Rob, veröffentlichen am 22. März ihr Album „Hexeh“. „Neuruppin 2“ ist die dazugehörige, erste Single.

Doch warum gerade Neuruppin? Bekannt ist hier unter anderem der Serienmörder Carl Großmann, der 1921 zur Todesstrafe verurteilt wurde. Er gestand drei Morde, seine geschätzte Mordanzahl liegt aber deutlich höher: 100 Personen verschwanden in dieser Zeit im Raum Berlin, 23 festgestellte Morde blieben ungeklärt. Damit ist er wahrscheinlich der Serienmörder aus Deutschland mit den meisten Todesopfern.

Quelle: Noizz.de