Zwischen Wrestling, Netflix, neuer Musik – und live auf Tour!

Es gibt einfach Songs, die brennen sich in dein Gedächtnis und werden dir immer etwas bedeuten. So ist es etwa bei mir, wenn ich die ersten Piano-Klänge von "Foundations" höre. Ja, ich weiß, viele bringen damit einfach nur noch Lena Meyer-Landruts etwas übertriebene Cover-Version bei Stefan Raabs Eurovision-Casting in Verbindung.

Für mich bedeuten diese vier Minuten und fünf Sekunden aber stundenlanges Musiksuchen auf Myspace, der erste Herzschmerz und Abizeit. Kate Nash gehörte zu den ersten Künstlerinnen, die ich aktiv selbst auserkoren habe, dass sie mit Garantie irgendwann richtig groß und cool werden, als ich ihre Demos auf Myspace entdeckte.

Ein bisschen rough, außergewöhnlich alle Male – und dann passierte eben ihr Superhit "Foundations" 2007, sowie das zugehörige Album "Made of Bricks". Es folgten zwei weitere Alben und dann wurde es ein bisschen still um Kate Nash. Also musikalisch gesehen.

So konnte sie sich aber ihrer anderen Leidenschaft widmen: dem Schauspielern. Denn eigentlich wollte Kate Nash genau das zu ihrem Beruf machen, schaffte aber leider nicht die Aufnahmeprüfung zur Schauspielschule. Stattdessen landete sie an der renommierten BRIT-School, die Adele, Katie Melua und Co. hervorgebracht hat.

Sie spielte in mehreren Indie-Filmen und -serien mit, ehe sie seit 2017 bei der Netflix-Serie "GLOW" eine Rolle ergatterte. Ironischerweise spielt sie dort eine Britin, die eigentlich in die USA kam, um Musikerin zu werden. Stattdessen landet sie am Set einer Wrestling-Show und wird: Schauspielerin und Wrestlerin "Britannica". Ihr Leben also umgekehrt und in den 80ern.

Für alle, die es noch nicht getan haben, ich empfehle dringend die Serie durchzusuchten. Mittlerweile gibt es drei Staffeln und ihr solltet euch nicht von "Frauen, die wrestlen" abschrecken lassen. Die Serie kann viel mehr als das.

Aber nicht nur als Schauspielerin kann man Kate Nash erleben. Der Musik hat sie natürlich nicht den Rücken zugedreht. Im vergangenen Jahr veröffentlichte sie nach fünf Jahren Pause das Album "Yesterday Was Forever" (gut, 2016 veröffentlichte sie eine EP, aber das zählt nicht – auch wenn die Songs darauf echt krass sind!).

Das finanzierte sie per Crowdfunding und hat zudem auch ihr eigenes Label gegründet. Vor Kurzem erschien ihre neue Single "Bad Lieutenant", eine Dance-Pop-Electro-Hymne, die neugierig auf mehr macht.

Vielleicht kriegen wir ja eine Kostprobe bei ihrer kleinen Live-Tournee in Deutschland. Dabei macht sie unter anderem Station in Berlin, München und Köln. Begleitet wird sie dabei vom Singer-Songwriter Get Cape. Wear Cape. Fly. Das lässt doch die Herzen aller Indieboys und -girls der Nullerjahre höherschlagen. Meins tut es jetzt schon.

Mehr Infos und Tickets gibt es hier.

Kate Nash live auf Tour:

24.09. Köln, Bürgerhaus Stollwerck

25.09. Heidelberg, Karlstorbahnhof

27.09. Berlin, Astra

28.09. Leipzig, Täubchenthal

29.09. München, Strom

Auch interessant:

>> Hulk-Hogan-Film: Dieser "Thor"-Star spielt den legendären Wrestler auf Netflix

>> Female Power, Love Vibes und ein Ausflug ins Jahr 2079: Das waren die MTV VMAs 2019

>> 11 Fragen an Newcomerin Iris aus Norwegen

Quelle: Noizz.de