Rapper Kanye West will US-Präsident 2020 werden. Doch neben verpeilten Fristen für die Registrierung, hat er anscheinend auch hunderte Unterschriften gefälscht, die ihn in mindestens zwei Bundesstaaten disqualifizieren und eventuell Anklagen wegen Wahlbetrug hinter sich ziehen. In seinem Verschwörungswahn denkt Ye nun, eine Spionage der Demokraten stecke dahinter, um seinen Wahlkampf gezielt zu sabotieren.

Kanye Wests Teilnahme am Wahlkampf um die US-Präsidentschaft 2020 kam aus dem Nichts und zu spät. In etlichen Bundesstaaten der USA waren die Fristen für die Registrierung bereits verstrichen. Deshalb kann der Rapper und Modeschöpfer von vorn herein nicht im gesamten Land antreten.

Zusätzlich kam nun heraus, dass er in wenigstens zwei Staaten hunderte gefälschte Unterschriften eingereicht hat – und dort deshalb ebenfalls vom Wahlkampf ausgeschlossen wird, vermutlich auch noch mit Anzeigen wegen Wahlbetrugs rechnen muss.

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Aber für den Yeezy-CEO sind die fehlerhaften Unterlagen nicht der wahre Grund seiner Disqualifikation. Er vermutet eine Spionage der Demokraten, um seinen Wahlkampf zu sabotieren.

Donald Trump und Kanye West bei ihrem Treffen im Weißen Haus (2018). Ye ist heute kein Trump-Supporter mehr, aber wenn er für eine der großen Parteien kandidieren sollte, dann für die Republikaner.

Während gefälschte Unterschriften und das Verpeilen offizieller Fristen wie schlüssige Gründe klingen mögen, einen möglichen Kandidaten auszuschließen, hat Ye ganz andere Vorstellungen der Situation:

Er glaub, die Demokraten stecken dahinter. Wie "TMZ" bericht, vermutet der 43-Jährige eine Verschwörung: Die Demokraten haben seiner Meinung nach seine Kampagne ausspioniert.

Spionage der Demokraten? Kanyes Einschätzung der Situation wirkt wie eine Wahnvorstellung

In offiziellen Unterlagen, die TMZ vorliegen, behauptet Kanye, die Demokraten hätten einen privaten Ermittler angeheuert, der Yes Team für die Unterschriften verfolgt haben soll. Das Ganze sei Teil einer "organisierten Bemühung von Belästigung und Einschüchterung" gegen seine Kandidatur", so der Ehemann von Kim Kardashian.

Der nächste Schritt ist nun, dass eine Jury – bestehend aus drei Republikaner*innen und drei Demokrat*innen – über die Gültigkeit seiner Unterschriften und seine mögliche Kandidatur im Staat Wisconsin entscheidet. In Illinois ist er wegen gefälschter Signaturen bereits aus dem Rennen.

Aber wie kommt er überhaupt auf die steile These einer Verschwörung gegen ihn?

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Im Interview mit David Letterman 2019 hat Kanye offen über seine Bipolare Störung gesprochen. Aktuell handelt er genau so, wie er damals seine manischen Hochphasen beschrieb.

Kanye Wests Gedanken, die Welt würde sich gegen ihn verschwören, sind nicht neu

Die Vorstellung, die Welt würde sich gegen ihn verschwören, hat Kanye bereits im Frühling 2019 in seinem Interview mit David Letterman beschrieben. Damals ging es um manische Hochphasen, ausgelöst durch seine Bipolare Störung: "Du hast das Gefühl, die Regierung will dir heimlich Chips in dein Gehirn einpflanzen. Du glaubst, du wirst ständig abgehört. Du fühlst all diese Dinge", erklärte der bisherige Trump-Supporter damals.

Klingt ein wenig nach Demokraten, die durch heimliche Ermittler Wahlkampagnen von anderen Kandidaten zerstören wollen.

Quelle: Noizz.de