Bringt er wieder Liebe ins Weiße Haus?

Im Moment sieht Kanyes Emotionslageziemlich turbulent aus. Zuerst die Namensänderung von Kanye West zum kurzen und knackigen „Ye“, dann der fehlende Album-Drop von "YANDHI" am vergangenen Samstag – und die Verlegung der Deadline auf Ende November, um eine psychologisch wertvolle Reise in die afrikanische Natur zu ermöglichen. Und dann natürlich seine Pro-Trump-Rede auf „Saturday Night Live“. Kurz gesagt, ausgeglichen und psychisch stabil sieht anders aus.

Kanyes nächste Idee lautet nun: NFL-Aktivist Colin Kaepernick und Trump sollen sich vertragen!

Für alle, die es vergessen haben: Kaepernick war der amerikanische Football-Spieler, der 2016 den Nationalhymnen-Protest in der amerikanischen Football-Liga begann. Um ein Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt in Amerika zu setzen, hatte sich der NFL-Spieler vor Spielen während der Nationalhymne hingesetzt.

Von Amnesty International bekam der aktionsstiftende Spieler Kaepernick dafür eine Auszeichnung als „Botschafter des Gewissens“. Trump hingegen bezeichnete Kaepernick als „Hurensohn“, und verlangte, dass er vom Feld genommen werde. In der Saison 2018 wurde Kaepernick nicht mehr als Spieler in der NFL beauftragt.

Im September 2018 landete Kaepernick in einer Werbekampagne von Nike mit dem Slogan „Glaube an etwas, selbst wenn es bedeutet, alles dafür zu opfern.“ Für diese Kampagne bekam Nike einen Riesen-Shitstorm aus der konservativen Ecke. Kritiker verbrannten ihre Nike-Schuhe oder zerschnitten ihre Nike-Socken.

Kanye West will nun versuchen, den Streitschlichter in dieser Aktion zu spielen. In einem Interview mit „TMZ“ erzählte der Rapper, er habe Colin Kaepernick bereits angerufen, und nach einem Treffen mit Trump im Weißen Haus gebeten. Eigentlich eine schöne Idee, die Kanye hier vermitteln will – Dialog, statt Konfrontation und sinnloser Wut-Reden. Ob sich Kaepernick jedoch auf ein Treffen mit dem Präsidenten einlassen wird, der ihn als „Hurensohn“ beschimpft hat, bleibt fragwürdig. Ob Trump Lust auf so ein Treffen hat, ebenfalls.

Quelle: Noizz.de