Die Sänger haben gestanden und sich bei ihren Fans entschuldigt.

Sex-Skandale in der Superstar-Branche sind kein Hollywood-Phänomen allein. Einige der größten K-Pop-Stars in Südkorea sind gerade gezwungen ihre Karrieren zu beenden, weil sie Teil einer Whatsappgruppe waren, in der sie sich private Sexvideos zugeschickt haben, die sie heimlich von sich und ihren Groupies gemacht haben.

Nach Deutschland schwappen ja vor allem Fälle sexueller Übergriffe aus den USA, zuletzt natürlich von R. Kelly, Michael Jackson, Kevin Spacey oder dem verstorbenen XXXTentacion. Beispiele, bei denen es um richtig heftige Verbrechen geht und ging: Vergewaltigung, Versklavung, Sex mit Minderjährigen, brutale, physische Gewalt.

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Anders als in den USA, werden solche Situationen in Südkorea aber nicht mit Millionen von Dollars, endlosen Gerichtsverfahren und „Ich habe nichts getan, das sind alles Lügen“-Statements seitens der Angeklagten verwaschen und aus der Welt geschafft – in Südkorea rollen K-Pop-Köpfe.

Big Bang-Star Seungri, Singer-Songwriter und TV-Moderator Jung Joon-young, sowie Rockstar Choi Jong-hoon sind einige der bekanntesten Namen der mutmaßlich Zehn-köpfigen Whatsappgruppe. Und wie reagieren sie? Sie gestehen ihr Fehlverhalten ein, veröffentlichen Statements, bei denen sie sich bei ihren Fans entschuldigen, verlassen freiwillig ihre Gruppen um deren Ansehen nicht zu schädigen, und beteuern, die Polizei bei der Klärung der Situation nach allen Kräften zu unterstützen – Reaktionen, die in den USA absolut undenkbar wären.

In Südkorea ist ein gepflegtes Image nämlich das Allerwichtigste für einen funktionierenden Superstar. Fans und Labels haben extrem hohe Ansprüche und erwarten einen in jeder Hinsicht makellosen und idealen Menschen. Und wie es scheint, tragen die Stars genau diese Werte und Ansprüche auch selbst in sich und können es nicht ertragen, mit so einer Schande weiter in der Öffentlichkeit zu existieren. Verrückte Welt.

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Quelle: Noizz.de