Es ist das zugleich schrägste und ehrlichste Interview aller Zeiten.

Justin Bieber hat es nicht leicht. Und das meine ich ausnahmsweise mal nicht ironisch. Seitdem er mit 15 seine erste Single On Time veröffentlichte, steht der ehemalige Usher-Schützling nonstop im Rampenlicht. Es folgten diverse Eskapaden, über die man lachen kann, über die sich die Medien ausgelassen haben und über die man sich auch Sorgen machen kann.

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Drogenmissbrauch, ein Äffchen, das vom deutschen Zoll beschlagnahmt wurde, und, und, und. Aber damit soll nun Schluss sein. Im Oktober heiratet er – relativ überraschend – seine langjährige Jugendfreundin Hailey Baldwin. Und seitdem scheint es dem Bieber wirklich besser zu gehen. Stück für Stück. Dass das aber kein Kinderspiel für seine Frau und ihn ist, und welches Gepäck er sonst noch mit sich rumträgt, darüber hat er in seinem ersten Interview seit zwei Jahren in der März-Ausgabe der Vogue gesprochen.

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Und ich schwöre euch, dieses Feature ist das zugleich schrägste, aber auch ehrlichste, was ich jemals von einem Popstar gelesen habe. Man mag über Justin Bieber und seine Blitzhochzeit lachen. Aber nachdem ihr das gelesen habt, spätestens dann werdet ihr Mitleid verspüren – und so etwas wie Ehrfurcht. Wenn man in sich geht, kann man von den beiden sogar etwas fürs Leben lernen.

1. Auch wenn dein erstes Date eine Katastrophe war, es kann der Anfang von etwas Großem sein

Als Hailey und Justin sich 2016 zum ersten Mal gedatet haben, hat sich Justin anscheinend ein bisschen seltsam verhalten:

Im Sand verlaufen, wäre nicht der richtige Ausdruck – es war mehr wie eine sehr dramatische Exkommunikation. Es gab eine Zeit, da ist er einfach aus dem Raum gelaufen, als ich ihn betrat.

2. Justin hat Probleme. Das ist okay.

Ja, das Netz ist überflutet mit Schlagzeilen wie „Justin wartete bis zur Ehe mit dem Sex“, „Justin wartete wegen Gott für Sex“, was ein Bullshit. Egal, warum auch immer, er wollte erst Sex mit Hailey haben, wenn er mit Gott im Reinen ist. Wir alle wissen, dass Justin sehr religiös ist – er ist aktives Hillsong-Mitglied. Auch wenn er im Interview betont, dass er zwar an Gott glaube, sich aber niemals als besonders religiös beschreiben würde.

Die Gemeinschaft gibt ihm anscheinend einfach Kraft. Und das ist okay, und besser, wenn ihm so etwas hilft, als sich weiter mit Xanax voll zu pumpen, sodass „die Security nachschauen musste, ob ich überhaupt noch atme“, wie Justin sagt.

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Und noch viel beeindruckender ist es, dass Hailey darauf Rücksicht nimmt und ihn unterstützt, vertraut und Liebe schenkt. Klar liest sich so etwas schräg:

Er hat nie von uns verlang, keinen Sex zu haben, weil er irgendwelche strengen Regeln befolgen wollte. Es ist eher so, dass er uns vor Schmerz und Verletzungen beschützen wollte.

Aber vielleicht haben sich beide einfach gesucht und gefunden. Justin sagt zwar selber, als er Sex mit ihr wollte, wollte er sie auch heiraten. Aber der Wunsch nach Ehe hatte auch andere Gründe:

Als ich sie vergangenen Juni wieder sah, kam alles wieder zurück. Wie sehr ich sie liebe und wie sehr ich sie vermisst habe und was für einen positiven Einfluss sie hat. Ich fühlte mich wie, oh mein Gott, das ist das nachdem ich mich gesehnt habe.“

3. Der Gedanke an neue Musik macht Justin wahnsinnig

Alle belächeln Justin Bieber als Musiker. Aber mal ehrlich, Purpose war ein sehr gutes Album. Aber ehe alle ausrasten, dass 2019 vielleicht eine neue Platte kommen könnte, redet Justin Bieber im Vogue Interview Klartext darüber, wie viel Druck auf ihm lastet.

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Der Gedanke an neuer Musik mache ihn schier „wahnsinnig“ – denn seitdem er ein Teenager war, stand er im Rampenlicht, immer haben andere entschieden, wie er am besten zu klingen habe. Er habe erst sehr spät seine eigenen Visionen umsetzen können. Deswegen viele es ihm nun umso schwerer.

4. Liebe ist nie einfach, aber man kann einiges dafür tun

Fakt ist: Nachdem beide gerade einmal zwei Monate verheiratet waren, begannen sie eine Paartherapie. Ja, auch das ist nicht unbedingt der Normalfall. Anscheinend braucht Justin so ein Umfeld. Und Hailey beschreibt ganz schön und ehrlich, wie sich das für beide anfühlt:

Es ist einfach so, dass ich darum kämpfe, es richtig zu machen, wir wollen eine gesunde Beziehung zueinander aufbauen […]. Wir sind zwei junge Menschen, die mit jedem weiteren Schritt dazu lernen. Ich werde hier nicht lügen und sagen, alles sei zauberhaft und fantastisch. Es wird immer hart sein.

Zugegeben, auf diesen Fotos aus dem Vogue-Shooting sehen die beiden aus, wie ein Scripted-Reality-Paar.

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Wenn man dann aber liest, wie beide in ihrem Alltag durch die Küche tanzen und sie nach zwölf Jahren Ballettschuldrill ein totaler Kontrollfreak ist, während Justin einfach ein Freigeist ist, dann kann man beide nur irgendwie süß finden. Lasst Justin Bieber einfach Justin Bieber sein.

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Da kann man den beiden Frischverheirateten nur das Beste für ihr Zukunft wünschen.

Hier könnt ihr das Vogue-Feature in englischer Sprache in voller Länge lesen. 

Quelle: Noizz.de