Eigentlich logisch – oder?

"I am the worst thing since Elvis Presley, to do black music so selfishly, and use it to get myself wealthy" – das rappte der weiße Eminem bereits 2002. Wer sich mit der Geschichte von Hip-Hop-Kultur und Rap auseinandersetzt, der weiß, dass dieses Genre in der Black Community entstanden ist.

Das wollte auch Rapper Offset scheinbar in aktuellen Tweets noch einmal betonen, in denen er schrieb: "Sorry but hip hop is black culture don’t speak or give game if u don’t have black culture duh." Das dürfte im Endeffekt heißen, dass nur Menschen, die sich der "Schwarzer Kultur" zugehörig fühlen über Hip-Hop urteilen und sich in die Branche einmischen sollen, wenn es nach Offset geht. Vermutlich will der Musiker damit Nicht-Schwarze Labelchefs, Promoter und Künstler anprangern, die sich mit der Schwarzen Kultur eine goldene Nase verdienen.

Mit dieser Einschätzung konnten sich so einige Twitter-Nutzer nicht anfreunden und wetterten gegen den Migos-Star. "Eminem rappt besser als du und Iggy steckt deine Frau in die Tasche, jetzt im Ernst", kontert ein Nutzer. "Was ist mit Eminem?", scheint die allgemeine Kritik der Twitter-Community zu sein. Schließlich habe ja auch der weiße Amerikaner das Game geprägt.

Nachdem es zahlreiche, kritische Kommentare hagelte, verteidigte sich der Ehemann von Cardi B mit einem weiteren Tweet:

"Mache nicht die Regeln was im Hip-Hop passiert, wenn du nicht die Geschichte kennst", schreibt Offset. Das Genre basiere auf dem Schmerz seiner "People" und es hätte lange gebraucht, um die Schwarze Community dahin zu bringen, wo sie jetzt ist.

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Quelle: Noizz.de