Hailee Steinfeld hat Corona auch erwischt. Kurz vor Lockdown schloss sie allerdings ihre neue EP ab und feuerte sie mitten in unser aller Isolation. Grund genug, kurz mit ihr zu quatschen.

Über Hailee Steinfeld kann man dank Schlagzeilen viel sagen: Sie gilt als Schauspielwunderkind, dank ihrer Oscar-nominierten Darstellung der Mattie Ross in "True Grit" (2010), sie gehört zum Girl Squad um Pop-Sirene Taylor Swift und hatte eine von der Klatschpressen begleitete Liaison mit Niall Horan.

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Hailee Steinfeld zeigt sich verletzlich

So weit so gut. So richtig viel erfährt man von der Künstlerin allerdings nicht. Ungeahnt offen und verletzlich zeigt sie sich nun aber in ihrer neuen EP "Half Written Story". Sie singt von unerfüllter Liebe, unverheilten Wunden und ganz schonungslos vom Traurigsein. Inwiefern der Titel "Wrong Direction" von "One Direction"-Herzchen Niall Horan handelt, wissen wir nicht – die Diskussionen waren beim Release jedoch direkt laut. Noch dieses Jahr soll die zweite Hälfte der EP erfolgen. Vielleicht wird es dann ja ein bisschen fröhlicher?

Hailee Steinfeld auch mal von der Nähe betrachtet.

Aktuell befindet sich Hailee Steinfeld, wie wir alle, in Corona-Isolation. Wobei ja aktuell einige Lockerungen am Start sind. Wie die Musikerin ihre letzten Wochen verbracht hat, erzählt sie uns im Blitzinterview.

NOIZZ: Wie lange bist du schon in Isolation und wie geht es dir damit?

Hailee Steinfeld: Für mehr als 2 Monate jetzt. Es hatte definitiv seine Aufs und Abs, ich liebe es, zu Hause zu sein und mit meiner Familie abzuhängen. Ich war sogar ziemlich kreativ und produktiv. Ich habe es geschafft, trotz Isolation zu arbeiten und Musik zu machen. Das war super. Es gibt aber natürlich Tage, an denen ich aufstehe und es schwierig finde, irgendwas anzufangen oder zu erledigen. Aber insgesamt ist es ok. Ich bin sicher und gesund und meine Familie auch – also muss ich sagen, dass es mir echt gut geht. Dafür bin ich dankbar!

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NOIZZ: Was ist das Positive am Corona-Lockdown für dich?

Hailee: Ich mag es so gerne, zu Hause zu sein! Ich kann mich ehrlich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so viel Zeit mit meiner Familie verbringen konnte. Es ist also sehr schön. Aber natürlich gibt es Dinge, die ich sehr vermisse. Parties, Konzerte, meine Lieblingsrestaurants. Ich vermisse es zu performen. Ich hoffe einfach, dass wir bald wieder diese Zeit von früher zurückhaben und uns sehen können.

Hailee Steinfelds Lockdown-Auftritt bei Jimmy Fallon:

Dein Ratschlag, um mit der Isolation klarzukommen?

Hailee: Wie gesagt: Es hab auch schlechte Momente. Am Anfang fand ich es ganz gut, den ganzen Tag im Bett zu liegen – aber irgendwann fühlt man sich schlecht. Man tut nichts, die Tage zergehen, es fühlt sich nicht gut an. Deshalb würde ich sagen: Das Wichtigste ist, sich was zu tun zu suchen, jeden Tag zur selben Zeit aufzustehen, einen Zeitplan für Dinge zu haben. So viel Routine wie möglich etablieren. Meine Familie und ich, wir machen das alle und das tut wirklich gut.

Und wenn dann mal ein Tag im Bett dabei ist, ist das auch egal. Außerdem finde ich es immer wieder wichtig, zu betonen, dass es sich um körperliches Distanzieren handeln sollte – und kein soziales Distanzieren. Ich denke, man sollte nicht die Verbindung mit den Menschen verlieren, die man liebt. Und den Menschen, die dich lieben. Mein Appell ist also generell: Versuch, dich nicht zu sehr zu isolieren. Es ist wichtig, einander anzurufen und virtuelle Treffen zu organisieren. Sich alleine fühlen ist nie gut – aber in einer Krise noch viel schlimmer.

Quelle: Noizz.de