Und über ihre heiß-verrückte Dating-Phase mit Elon Musk hat sie auch ausgepackt.

Vor gut einem Jahr hätte sich wahrscheinlich keiner erträumen lassen, dass Art-Pop-Sängerin Grimes eines ihrer seltenen Interviews ausgerechnet dem Wirtschaftsmagazin Wall Street Journal gibt. Aber Zeiten ändern sich. Inzwischen datet Grimes einen der wichtigsten CEOs in den USA, nämlich Elon Musk. Und so kam es eben dazu, dass Wall Street Journal ein sehr aufschlussreiches Interview mit „c“, wie Claire Boucher (aka Grimes) sich seit vergangenem Jahr nennt, veröffentlichte. Der triggernde Titel The Life and Death of Grimes.

So so … und was hat c zu sagen?

Eine ganze Menge. Denn es steht nicht nur ein neues Album in den Startlöchern – der Vorgänger Art Angels erschien immer hin bereits 2015 – auch künstlerisch will c durch und durch neue Wege gehen. So sprach sie mit dem anscheinend neuen Börsen-Musikfachblatt ausführlich über das Konzept ihres neuen Albums und dem mehr als turbulenten Weg dahin. Nur so viel: Es hat was mit Azealia Banks zu tun, die ganze Geschichte gibt es hier.

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Das neue Werk der Kanadierin soll Miss_Anthropecene heißen und ein Konzeptalbum über den Klimawandel sein. Dabei wolle sie Leuten allerdings zeigen, den Klimawandel zu lieben. Denn wenn dieses Weltproblem nur mit Negativem in Verbindung gebracht wird, möchte niemand sich damit beschäftigen. „Ich möchte daraus etwas cooles machen, was Leute lieben. Wenn ich über den Klimawandel lese und einen sterbenden Eisbären sehe, an dem ich Schuld sein soll, will ich mich am liebsten umbringen. Das will keiner gerne sehen.“

Weiter erklärte die Künstlerin, sie fühle sich durch ihren 2009 gewählten Künstlernamen Grimes sehr eingeschränkt. Genauso wie ihr bürgerlichen Namen „Claire“ für sie gestorben sei, sei es auch an der Zeit, Grimes eine Ende zu setzen, um neue, unbefangene Wege zu gehen. Das allerdings könnte sie mehr als spektakulär inszenieren:

Ich glaube, ich werde „Grimes“ bald töten. Es wird eine öffentliche Hinrichtung sei, auf die etwas Neues folgen wird. Was genau, kann ich jetzt noch nicht sagen.

Sie wolle ein neues, zeitloses Image ihrer Selbst schaffen, ähnlich wie Prince oder Rihanna. Was manche vielleicht als Ausdruck einer ausgeprägten Quarterlife-Crisis werten würden, klingt bei c allerdings mehr als plausibel. Der Neustart würde zudem viel besser zu ihren anderen Projekten passen – unter anderem plane sie eine Buchreihe mit einem passenden Soundtrack:

Die Songs kommen zuerst. Es wird eine Mischung aus Sailor Moon und Game of Thrones sein. Und ja, es wird super protzig sein. 

Dass sie all das ausgerechnet im Wall Street Journal verkündet hat wohl auch mit ihrem Lebenspartner Elon Musk zu tun. Der Tesla-CEO und SpaceX-Gründer ist für sein polarisierendes Auftreten bekannt – und Grimes steckt mittendrin in dem Trubel. Welche Konsequenzen das für ihr Auftreten in der Öffentlichkeit hat, war ihr zunächst nicht bewusst, wie sie im Interview erzählte:

Ich dachte, ich könnte weiter machen und ein bisschen lustig tweeten, mal dem ein oder anderen auf einen Tweet antworten. Und dann ist das auf einmal auf Fox News und du denkst dir: ,Ugh‘. Das war ein verstörender Moment.

Ein bisschen genervt ist die gute c allerdings schon, wenn sie immer zu mit Elon in Verbindung gebracht wird. So schreibt das Magazin, auf die Frage nach Musk, sei sie genervt auf den Boden zusammengesunken. Fand dafür aber schon eine charmant-liebevolle Erklärung:

Sag ihm nicht, dass ich grade genervt war. Ich war eher genervt aus feministischen Gründen. Er ist eine gottverdammt super-interessante Person. Ich liebe ihn, er ist großartig.

Sie sei es davor halt für fast zehn Jahre einfach gewöhnt gewesen, nur in ihrer Indie-Bubble zu leben. Die Wirtschaftswelt und die Aufmerksamkeit seien etwas ganz Neues für sie.

Tja, nach so einem Interview sind wir natürlich noch viel gespannter auf das neuste Meisterwerk. Ein Release-Datum steht noch nicht fest. Dafür versüßt uns Grimes die Wartezeit allerdings mit einem neuen Song. Das Video zu Pretty Dark (Demo) könnt ihr hier sehen:

Quelle: Noizz.de