Grund ist die ominöse kurzfristige Absage wegen eines "ethisch fragwürdigen" Features.

Der "Alles Liebe"-Rapper Chefket ist verwirrt – und gar nicht happy über das Verhalten der Verantwortlichen, die weltweit die wöchentlichen "Fridays For Future"-Demos organisieren – auch in Deutschland und Berlin. Der Deutsch-Türke wurde von der Klimaschutz-Bewegung kürzlich angeblich angefragt, ob er auf einer anstehenden Demonstration ein kurzes Konzert geben könne. Eigentlich eine Dream-Kollabo.

Denn Chefket war nach eigenen Aussagen sofort am Start, weil er, so schreibt er in seinem Statement auf Instagram, die Aktionen von der schwedischen Schülerin und Gründerin Greta Thunberg und die von ihr vermittelten Werte gut fände. Blöd nur, dass ihm angeblich kurz vor seinem Auftritt abgesagt wurde. Die offizielle Begründung der Bewegung – sein Feature mit dem deutsch-kurdischen Rapper Xatar sei nicht tolerierbar.

Chefket kriegt für sein Statement viel Support Foto: Chefket / Instagram

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Der besagte Song, um den es geht, ist übrigens komplett harmlos – aber hört selbst:

Deswegen werfen beide Rapper der Bewegung jetzt strukturellen Rassismus vor. Und seitdem prompt auch das "Who is Who" der Deutschrap-Szene. Denn ein weiteres Problem bei der Sache sieht Chefket, der versucht hat, die Absage zu verstehen, in der Künstler-Anfrage von AnnenMayKantereit-Frontsänger Henning May.

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Henning May wurde angeblich auch als Künstler für einen Gig bei der Demo angefragt. Aus der Logik von "Fridays For Future" nicht so ganz sinnvoll, denn der Sänger hat ein berühmtes Feature mit der Band K.I.Z. Und die Gruppe steht selbst öfter in – nicht zwingend berechtigter – Kritik für ihre teils gewaltverherrlichenden und angeblich frauen- und ausländerfeindlichen Lyrics. Ein Beispiel für einen Song, der öfter diskutiert wird:

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Weil aber nur der deutsch-türkische Ex-Gangster und heute eher softe Rapper Xatar als Deutsch-Kurde als "ethisch fragwürdig" abgestuft wurde und Chefket als Deutschtürke unter den nicht begründeten Vorurteilen leiden musste, taufen die Rapper die Bewegung jetzt "White Days For Future" und fragen die Verantwortlichen nach einem Statement.

Bisher gibt es keine offizielle Stellungnahme zu den Vorwürfen von "Fridays For Future".

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Quelle: Noizz.de