Und sind damit die erste K-Pop-Band aller Zeiten bei dem prestigeträchtigen Award.

Sie waren im Musikjahr 2018 wohl das Phänomem mit dem man am wenigsten gerechnet hat: BTS. Nicht nur, dass sich ihre Hit-Single „Idol“ inzwischen fast 300 Millionen Aufrufe auf YouTube eingeheimst hat, sie können sich auch mit dem Titel erste K-Pop-Band auf der Nummer eins der US-World-Charts schmücken. Ausverkaufte Hallen auf der ganzen Welt und die sieben Jungs von BTS sorgen überall wo sie auftauche für Ekstase und Begeisterung. Kurz: 2018 war ihr Jahr.

So richtig kann die popkulturelle Welt bei allen sachlichen Gründen, die für den Erfolg von BTS sprechen, das Phänomen noch immer nicht begreifen. Nun, immerhin können BTS jetzt noch einen Erfolg für sich verbuchen: Sie sind als erste K-Pop-Band überhaupt bei den Grammys nominiert.

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Bei der wichtigsten Auszeichnung der US-Plattenindustrie, die zum 61. Mal am 10. Februar 2019 in L.A. vergeben werden, ist die Band in der Kategorie „Best Recording Package“ für ihr Album „Love Yourself: Tear“ nominiert. Der Preis zeichnet das visuelle Konzept eins Albums aus, also Cover, Gestaltung etc.

Scheint doch eigentlich die beste Kategorie für die Südkoreaner zu sein, in der sie punkten können. Ihre Mitstreiter in der Sparte sind die US-Sängerin St. Vincent und Mitski sowie The Chairman und Foxhole. Die sind zwar künstlerisch nicht minder spannend, aber doch das komplette Gegenteil von BTS und eher im Indie- und Alternative-Bereich verwurzelt.

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Und sonst so bei den Grammys?

Nun ja, manch ein Fanherz ist enttäuscht, dass Taylor Swift nicht für ihr Album „Reputation“ nominiert wurde, genauso wenig wie Ariana Grande für „Sweetener“. Stattdessen setzen die Grammys bei den Nominierten in den Hauptkategorien auf eine Mischung aus Rap-Allstars, ein bisschen Indie-Power und Standard-Pop ohne eben Tay Tay und Ari.

Größter Favorit ist Kendrick Lamar. Der hat zwar in diesem Jahr kein eigenes Album veröffentlicht, kann sich dank seines „Black Panther“-Soundtracks über insgesamt acht Nominierungen freuen. Dicht auf den Fersen ist ihm Drake mit sieben Nominierungen. Ein deutscher Künstler kann sich sogar in den Kategorien „Song oft he Year“ und „Record of the Year“ wiederfinden: Der Kaiserslauterner DJ Zedd wurde für seinen Sing „The Middle“ in die Liste mit aufgenommen.

Hier findet ihr die wichtigsten Kategorien und die Nominierten bei den Grammys im Überblick:

Single des Jahres

  • „I Like It“ von Cardi B, Bad Bunny & J. Balvin
  • „The Joke“ von Brandi Carlile
  • „This Is America“ von Childish Gambino
  • „God’s Plan“ von Drake
  • „Shallow“ von Lady Gaga & Bradley Cooper
  • „All the Stars“ von Kendrick Lamar & SZA
  • „Rockstar“ von Post Malone feat. 21 Savage
  • „The Middle“ von Zedd, Maren Morris & Grey

Album des Jahres

  • „Invasion of Privacy“ von Cardi B
  • „By the Way, I Forgive You“ von Brandi Carlile
  • „Scorpion“ von Drake
  • „H.E.R.“ von H.E.R.
  • „Beerbongs & Bentleys“ von Post Malone
  • „Dirty Computer“ von Janelle Monáe
  • „Golden Hour“ von Kacey Musgraves
  • „Black Panther: The Album“ von verschiedenen Interpreten

Song des Jahres

  • „All the Stars“ von Kendrick Lamar & SZA (Autoren: Kendrick Duckworth, Solána Rowe, Al Shuckburgh, Mark Spears, Anthony Tiffith)
  • „Boo’d Up“ von Ella Mai (Autoren: Larrance Dopson, Joelle James, Ella Mai, Dijon McFarlane)
  • „God’s Plan“ von Drake (Autoren: Aubrey Graham, Daveon Jackson, Brock Korsan, Ron LaTour, Matthew Samuels, Noah Shebib)
  • „In My Blood“ von Shawn Mendes (Autoren: Teddy Geiger, Scott Harris, Shawn Mendes, Geoffrey Warburton)
  • „The Joke“ von Brandi Carlile (Autoren: Brandi Carlile, Dave Cobb, Phil Hanseroth, Tim Hanseroth)
  • „The Middle“ von Zedd, Maren Morris & Grey (Autoren: Sarah Aarons, Jordan K. Johnson, Stefan Johnson, Marcus Lomax, Kyle Trewartha, Michael Trewartha, Anton Zaslavski)
  • „Shallow“ von Lady Gaga & Bradley Cooper (Autoren: Lady Gaga, Mark Ronson, Anthony Rossomando, Andrew Wyatt)
  • „This Is America“ von Childish Gambino (Autoren: Donald Glover, Ludwig Goransson)

Bester neuer Künstler

  • Chloe × Halle
  • Luke Combs
  • Greta Van Fleet
  • H.E.R.
  • Dua Lipa
  • Margo Price
  • Bebe Rexha
  • Jorja Smith

Quelle: Noizz.de