Die offizielle Wahl fürs Cover fiel dann aber auf vier Journalisten und eine Zeitung.

In welchem Land haben BTS eigentlich keine Fans? In den USA ist der K-Pop der sieben Südkoreaner längst nicht mehr ein virales Phänomen, sondern hat eine echte Fangemeinde. Sogar für einen Grammy sind sie nominiert! Und wenn es ganz alleine nach den Lesern des US-Nachrichtenmagazins „Time“ gehen würde, dann wären die Bangtanboys auch auf dem Cover der renommierten „Person of the Year“-Ausgabe gekommen.

Das ergab die Leserumfrage des Magazins. Die renommmierte Ausgabe am Ende des Jahres wird immer im Dezember veröffentlicht.

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Stattdessen entschied sich die Redaktion des Magazins aber dafür, vier Journalisten, darunter auch den ermordeten saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi, und die britische Tageszeitung „The Guardian“ auf das Cover zu setzen.

Der prestigeträchtige Titel wird mit ihrem Einsatz für den Kampf um die Wahrheit begründet – und damit hat die Time-Redaktion auch vollkommen Recht. Sie schließt damit nahtlos an das Cover von 2017 an, indem Frauen, die sich in der #metoo-Debatte eingesetzt haben, auf der Titelseite abgedruckt wurden.

Wenn wir ehrlich sind, wäre die Wahl von BTS auch nicht ganz so repräsentativ gewesen. Gerade einmal neun Prozent haben für die K-Pop-Band gevotet, dicht gefolgt vom Planeten Erde, der nur zahlentechnisch ein paar weniger Stimmen hatte. Gut, der ist ja eigentlich auch keine Person.

Tja, einen Time-Titel haben BTS ja bereits in der Tasche. Im Juni wählte das Magazin sie in eine Liste der 25 einflussreichsten Personen im Internet. Dort tauchten BTS neben Personen wie Chrissy Teigen, J.K. Rowling und Donald Trump auf. Das ist in den heutigen Zeiten auch ziemlich repräsentativ.

Angela Merkel taucht als einzige Deutsche bei der Leserwahl auf mit zwei Prozent der Stimmen.

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Quelle: Noizz.de