Britney Spears ist Multimillionärin unter Vormundschaft. Heißt: Sie darf über ihr Vermögen nicht frei verfügen, sondern nur in Absprache mit ihrem Vormund. Unter dem Hashtag "FreeBritney" starten Fans auf Twitter nun erneut eine Kampagne, in der sie sich für Britneys finanzielle Unabhängigkeit einsetzen.

Britney Spears ist eine Pop-Ikone der Jahrtausendwende. Mit ihren Alben "...Baby One More Time" (1999) und "Oops ... I Did It Again" (2000) hat sie als Teeny komplett abgeräumt. Seitdem ist viel passiert: stetig sinkende Verkaufszahlen, mehrere Einweisungen in die Psychiatrie, Scheidungen, Drogenskandale. Die 38-Jährige ist heute in erster Linie auf Instagram aktiv, wo sie mit ihrem skurrilen Content aus Copy-Paste-Blumenbildern, improvisierten Model-"Walks" und Tanzimpros für virales Aufsehen sorgt.

Britney Spears: Seit 12 Jahren unter Vormundschaft

Seit 2009 steht Britney Spears unter Vormundschaft in finanziellen Angelegenheiten. Vormundschaft (beziehungsweise "Conservatorship") ist ein Betreuungssystem für Erwachsene, die unter Behinderungen oder psychischen Krankheiten leiden und deshalb zum eigenen Schutz keine Befugnis über sich und bestimmte Bereiche ihres Lebens erhalten.

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Wie man sich denken kann, findet Britney das alles andere als geil. Ihr Vermögen wird von diversen Quellen auf 59 Millionen Dollar geschätzt – 59 Millionen in den Händen eines anderen Menschen, seit mittlerweile über 12 Jahren.

Britney Spears: Ihr etwas leerer Blick soll von Medikamenten kommen, die ihr gegen ihren Willen verschrieben werden – sagen Fans auf Twitter.

Jahrelang war es ihr Vater Jamie Spears, der das Geld verwaltete. Seit 2019 hat er diesen Job wegen gesundheitlicher Probleme an Jodi Montgomery abgegeben, eine langjährige Mitarbeiterin und Vertraute von Britney Spears. Geld ausgeben und Geschäfte abwickeln kann die Multimillionärin deshalb weiterhin nur, wenn Jodi Montgomery das absegnet. Auch die Kommunikation mit ihren behandelnden Ärzten darf der Popstar nicht selbst führen.

Britney hatte in der Vergangenheit bereits versucht, gegen den richterlichen Entschluss zu klagen, aber vergebens. Jetzt ein weiterer Rückschlag: Anfang Mai hat die zuständige Richterin entschieden, dass Montgomery die Vormundschaft über Britney mindestens bis zum 22. August 2022 behält – also noch über zwei Jahre, wie "etonline.com" berichteten. Das Urteil ist nun auch bis zu Britneys Fans durchgesickert, die das Gefühl haben, ihr Idol werde zu Unrecht und gegen ihren Willen ausgepresst.

"FreeBritney": Fans kämpfen auf Twitter für Britneys Unabhängigkeit

Nun kämpfen ihre Fans auf Twitter für sie. Mit dem Hashtag "FreeBritney" wollen sie aufdecken, wie viel Unrecht ihrem Idol mit dieser Vormundschaft widerfährt.

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"Britney muss ihrer Vormundschaft jährlich mehr als eine Million US-Dollar zahlen, inklusive 15.000 Dollar monatlich für einen Anwalt, den sie sich nicht einmal selber aussuchen durfte", schreibt eine Userin. Ein anderer User glaubt, dass Britney unter Zwangsmedikation gestellt wird, die sie wie eine labile, verrückte Person wirken lässt, damit ihr Vormundschaftsteam weiter die Zügel in den Händen behält. Beweise gibt es für die Anschuldigungen keine. Im Sekundentakt entstehen unter #FreeBritney gerade unzählbar viele Tweets mit ähnlichen Anschuldigungen.

Die Bewegung "FreeBritney" gibt es schon seit 2009, auch damals als Reaktion auf das gerade gesprochene Urteil der Vormundschaft. Zu dieser Zeit befand sich die Ende 20-Jährige mehrfach unter Drogeneinfluss in der Öffentlichkeit, verlor deshalb das Sorgerecht für ihre beiden Söhne und ließ sich 2008 in psychiatrische Behandlung einweisen.

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Wie "Businessinsder" berichtet, versichern diverse nah stehende Menschen um Britney Spears, dass die Vormundschaft eine Hilfe für sie sei und sie sehr wohl Einfluss und Entscheidungsgewalt über ihre Finanzen hat. Auch die "New York Times" nahm sich im Mai 2019 dem Fall Britney an und konnte bei ihrer Recherche keine Informationen finden, die die an Verschwörungstheorien grenzenden Meinungen der Fans des #FreeBritney-Movements bestätigen würden.

Quelle: Noizz.de