Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten.

Der Streit zwischen Arafat Abou-Chaker und Bushido ist in die nächste Runde gegangen. Arafat ist, wie vorher angekündigt, am Sonntagabend auf Instagram live gegangen, um über den aktuellen Stand der Trennung zu sprechen.

Er wirft Bushido zunächst vor, nur eine Musik-Marionette zu sein wie einst Boney M. „Bushido hat noch nie in seinem Leben einen Beat gemacht. Er kann keine Beats machen. Er kann gar nix. Er kann weder schreiben, noch irgendwas.“ An anderer Stelle bezeichnet er Bushido als „Mogelpackung“.

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Dann kommt Arafat auf die Reaktionen der anderen Künstler zu sprechen, die sich nach der Trennung von Bushido und Arafat entscheiden mussten. Laut Arafat sollen sich fast alle – das könne auch die Sekretärin bezeugen – auf seine Seite geschlagen haben und wollten nichts mehr mit Bushido zu tun haben.

Das gelte auch für Shindy: „Shindy hat gesagt, er will nichts mit dir zu tun haben. Obwohl Shindy dein Herzschrittmacher war. Jahrelang Herzschrittmacher – er hat keinen Bock mehr, Herzschrittmacher zu sein.“ Arafat wirft Bushido vor, er habe überhaupt nichts mit Shindy zu tun haben wollen, außer er hätte gerade seine Hilfe als Autor gebraucht.

Außerdem unterstellt er ihm dürftige Ticketverkäufe. Er soll Konzerte abgesagt haben, weil unter 500 Menschen gekommen wären. Und er habe „Todesangst“ vor Kollegah und Farid Bang gehabt und weigerte sich, Shindy gegen die beiden in Schutz zu nehmen.

Bushidos Antwort folgt sofort

Bushido meldete sich kurze Zeit später auf Twitch zu Wort. Foto: Bushido / Twitch

Es dauerte nicht lange, bis sich Bushido selbst zu Wort meldete: Der Rapper hat seit geraumer Zeit seinen eigenen Twitch-Kanal, auf dem er sowieso vorhatte, mit Capital Bra ein paar Games zu zocken. So nahm er sich zu Beginn des Streams am Sonntag Zeit, auf Arafats Bemerkungen einzugehen.

Zunächst scheint Bushido von Arafats rhetorischen Fähigkeiten nicht gerade begeistert zu sein: „Man merkt schon ziemlich deutlich, dass er nicht fürs Reden gemacht ist.“ Auch die musikalische Kritik, er könne keine Beats produzieren, weist er mit Hinweis auf Arafats eigenes musikalisches Unwissen zurück: „Wie deine Versuche geendet sind, das wissen wir alle.“

Bushido sieht auch die übrigen Vorwürfe natürlich etwas anders: So behauptet er, dass er nicht aus Angst auf einen Kollegah-Farid-Diss verzichtet hat, sondern weil er sich nicht länger von Arafat vor seinen Karren spannen lassen wollte. Er habe Bushido benutzen wollen, um seinen eigenen Streit mit den beiden voranzutreiben. Außerdem stecke Arafat hinter den Razzien im Bushido-Umfeld – etwas, das Arafat selbst in seinem Livestream vehement bestritten hat.

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Bushdios Fazit fällt vernichtend aus. Über den Labelbetrieb sagt er: „Du weißt bis heute nicht, wie so ein Laden funktioniert.“ Und schließlich: „Es hat nichts mehr zu bedeuten, was du sagst.“

Ein wenig scheint es ihm natürlich schon noch zu bedeuten, schließlich erscheint am 14. September sein Disstrack „Mephisto“, mit dem er noch einmal zum Rundumschlag gegen seinen einstigen Partner ausholen will. Das dazugehörige Album „Mythos“ erscheint am 28. September.

Quelle: Noizz.de