Er will den Möchtegern-Rapper zerstören.

Goldkette, Golduhr, Goldarmband, aber keine goldigen Themen: Eminem spricht sich in einem exklusiven Interview mit Rap-Kollege Sway von der Seele, was sich anscheinend seit „Revival“ und der Kritik über das Album angestaut hat.

Auch den aktuell aufgewärmten Beef mit Rap-Jüngling Machine Gun Kelly bringt Em zur Sprache – und flucht dabei vor allem richtig viel.

[Mehr dazu: Machine Gun Kelly disst Eminem im Song „Rap Devil“ ]

Das Interview ist vierteilig, jeden Tag wurde ein neuer Part veröffentlicht, mindestens 12 Minuten lang. Wir haben uns den langen Real Talk mal für euch angeschaut - hier kommen Ems elf krasseste Aussagen!

Em: „Wenn du den Leuten genug Zeit gibst, sie heiß machst und sagst, in zwei Monaten kommt ein neues Album, dann kommen die Leute und sagen: Eminem hat besser so einen Song, oder ich bin raus; er rappt besser so oder so, oder der Scheiß ist gar nichts für mich. Mit dieser Einstellung haben die Leute schon eine Meinung, bevor das Album überhaupt draußen ist, bevor sie es überhaupt gehört haben.“

Em: „Als ich die Tracklist für „Revival“ veröffentlicht hatte, war die Reaktion überwältigend negativ, nach dem Motto: Das Album kann nur für die Mülltonne sein. Ich schätze, als das Album dann draußen war, wollte sich niemand eingestehen, dass er falsch lag.“

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Em: „Diese beiden Album sind nicht wirklich on top. „Encore“ ist mir noch besser gelungen als „Relapse“. Heute gucke ich zurück und zucke zusammen, frage mich, was ich da gemacht habe! Mir war nicht mal bewusst, dass ich in so viele verschiedenen Akzenten gerappt habe. Ich wollte diesen Serienmörder-Vibe rüberbringen, dementsprechend verrückt klingen.“

Em: „Leute können frei reden, wie sie mögen, sie haben das Recht dazu, aber dieses Recht habe ich dann auch. Ich werde jedenfalls nicht Amerikas Boxsack werden, bei dem sich jeder gut dabei fühlt, jeden Scheiß über mich zu erzählen!“

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Und: „Es kann mich nicht kümmern, aber genau deswegen, weil es mir egal ist, feuere ich zurück, wenn mich jemand persönlich angreift.“

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Em: „So schlecht ich mich deswegen auch fühle, das ist beinahe wie ein Rauschzustand, der mich inspiriert; der mich anstachelt, Kontra zu geben.“

Em: „Sie wollen zwar den Old Em zurück, aber dann bin ich wieder zu alt, um der Alte Em zu sein. Egal, was ich mache - wie ich es mache, mache ich es falsch. Jedes verfickte Mal, verfluchte 50/50.“

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Em: „Ich habe die Grammys dieses Jahr zuhause geguckt, für eine lange Zeit war die Kategorie Album of The Year wichtig, jetzt ist sie das nicht mehr. Wenn Jay-Z und Kendrick Lamar leer ausgehen, ist das undankbar. Sie übergehen einfach jeden Rapper, der die Auszeichnung verdient hätte.

Ein Beispiel: „Ich habe 2010 mit The Eminem Show gegen Norah Jones verloren, das war's. Ich hätte kein Problem damit, in der Kategorie Bestes Album gegen Kanye West zu verlieren, ich respektiere ihn, ich kenne Kanye, jeder kennt ihn, er hat viel Einfluss auf Musik, aber dieses Voting ist kein Voting.“

Em: „Ihr missversteht die message, es geht bei meinen Cyphern nicht um perfekte Bars, es geht mir darum, dass unter meinen Fans auch Trump-Wähler sind. Ich hätte vielleicht nur Donald Trump direkt attackieren sollen und nicht seine Wähler, das hat vielleicht auch meine Verkaufszahlen gefährdet, aber das ist mir egal.“

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Und: „Wenn alles zu Ende geht, will ich auf der richtigen Seite der Geschichte stehen.“

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Em: „Damals war ich so wütend, ich steckte mitten in der Albumproduktion, aber jetzt, mit Abstand, fühlt es sich immer noch falsch an. Ich denke, dieses Wort, dieser Song ist vielleicht zu weit gegangen. Bei dem Versuch, Tyler The Creator damit zu verletzten, habe ich eine Menge anderer Menschen verletzt.“

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Em: „Kelly hat etwas über meine Tochter gesagt. Davon wusste ich gar nix, das ist nie auf meinem Radar aufgetaucht, erst 1 1/2 Jahre später. Irgendwann bin ich mal wieder in diesem Wurmloch Internet verschwunden, Youtube, sowas, und sehe plötzlich diese Headline. Ich dachte, warum macht er das? Er will nur Presse, okay, aber nicht mit Hailies Namen.“

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„Aber deswegen habe ich Kelly gar nicht gedisst, der Grund ist ehrlich gesagt viel kleinlicher. Kelly hat behauptet, er wäre nach mir der Greatest Rapper Alive und ich würde ihm bei Shady Records deswegen Steine in den Weg legen, ich würde ihn davon abhalten, Karriere zu machen.“

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Em: „Als ob ich einen Fick auf deine Karriere gebe, Kelly, denkst du wirklich ich denke oft an dich? Ich denke nicht mal an Rapper, die besser sind als du. Du bist nicht mal im Gespräch, mich interessiert es einen Scheiß, ob du durchstartest oder nicht.

Aber dann hätten Kollegen Eminem angesprochen, auf einen angeblichen Diss gegen ihn von Machine Gun Kelly auf einem Track mit Tech N9 angesprochen, ein Seitenhieb auf Ems Song „Rap God“.

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Em: „Da rappt Kelly aber nur: Ihr seid keine Götter, nur Rapper. Und ich dachte mir: Das ist doch nicht wirklich ein Diss gegen mich. Und dann hat er auf Twitter geschrieben: Du bist nur ein fucking Rapper, kein Gott. Das muss ich mir mal von der Seele reden. Da dachte ich mir dann: Shut the fuck up, halt einfach deine Fresse.“

„Und jetzt stecke ich in dieser verrückten Situation, dass ich denke, ich muss da was gegen halten, ich will ihn zerstören, weil er jetzt ein Feind geworden ist, aber jedes Mal, wenn ich Kelly antworte, mache ich ihn größer – obwohl ich ja angeblich mittlerweile irrelevant für den Hip Hop geworden bin.“

Update: Eminem hat Freitagnacht mit einem eigenen Diss-Track über Machine Gun Kelly geantwortet:

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Der Song „Killshot“ schnellte sofort auf Platz 1 der Youtube-Charts, hat über 45 Millionen Klicks und über 2,2 Millionen Likes (Stand Sonntagvormittag).

Hier seht ihr Part 1, Part 2, Part 3 und Part 4 des exklusiven Interviews mit Eminem.

  • Quelle:
  • Noizz.de