Diese Person hätte Tupacs Mord verhindern können

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Snoop Dogg hätte Tupacs Ermordung verhindern können Foto: Facebook / DesiHipHop.com

Der Schaupieler Faizon Love hat in einem Instagram-Live-Talk eine mutige Behauptung aufgestellt.

Er behauptet, dass der Rap-Superstar Snoop Dogg früher einen sehr großen Einfluss auf seine „Crips“-Gang gehabt hätte. Diese Macht hätte er nutzen können, um 1996 den Mord an seinen Rivalen Tupac Shakur zu verhindern. Denn: In der Rap-Szene ist es bekannt, dass der junge Rapper von Gangmitgliedern der berüchtigten „Crips“ erschossen wurde.

Der Comedian Love ist sich sicher, dass der Streit zwischen Tupac und Snoop Dogg dazu führte, dass „Crips“-Mitglieder sich gezwungen sahen Pac aus dem Weg zu räumen.

Was war geschehen?

Am Anfang ihrer Karrieren waren Snoop und Pac beste Kumpels. Die Freundschaft wurde sehr belastet als der Beef zwischen Tupac und dem New Yorker Rap-Star Notorious B.I.G. eskalierte.

Beide veröffentlichten Diss-Tracks gegeneinander. Als Tupac 1994 in New York fünf Mal angeschossen wurde, unterstellte er Biggie und Puff Daddy (heute als Diddy bekannt), das Attentat befohlen zu haben.

Tupac überlebte den Angriff und schrieb den Diss-Track „Hit 'em Up“. Die Westcoast-Eastcoast-Fehde begann offiziell. Sie würde tragisch enden.

Snoop Dogg weigerte sich Biggie und die New Yorker Rapper zu verdammen. Er war mit ihnen eng befreundet und sah keinen Sinn und Zweck in einem Krieg gegen sie.

Das konnte Tupac nicht verstehen. Er disste Snoop und wechselte zum Rap-Lable „Death Row“ von Suge Knight. Zu dem Zeitpunkt war Tupac der erfolgreichste Rapper der Welt.

Schlägerei mit Crips kurz vor seinem Tod

Am Abend des 7. September 1996 besuchten Tupac und Suge Knight einen Boxkampf ihres engen Freundes Mike Tyson im „MGM Grand Hotel“ in Las Vegas.

Knight und ein paar „Death Row“-Kollegen wurden am Tag zuvor von „Crips“-Mitgliedern ausgeraubt. Unter der Führung von Orlando Anderson attackierten sie die Rapper in einem „Foot Locker“-Laden.

Nach dem Boxkampf konfrontierte Tupac Orlando Anderson damit und schlug ihn zu Boden. Eine Massenschlägerei brach aus. Suge Knight und Pac konnten sich in ihren BMW flüchten und fuhren weg.

An einer roten Ampel stoppte ein SUV neben ihnen und feuerte Schüsse auf den BMW. Tupac wurde tödlich verletzt. Suge Knight überlebte mit einem Streifschuss am Kopf.

Einer der Hauptverdächtigen des Mordes war Notorious B.I.G., der Rivale Tupacs. Knapp ein Jahr später wurde er in seinem Auto erschossen – das tragische Ende eines unnötigen Rap-Krieges.

Rot & Blau

In der US-„Hauptstadt der Gangs“ Los Angeles gibt es seit den 1970er Jahren zwei rivalisierende Gangs. Die „Crips“ und die „Bloods“. Beide Gangs wollen die Stadt beherrschen und sind in Drogenhandel und Mordserien verwickelt.

Die „Crips“ tragen als Erkennungsmerkmal blaue Kleidung. Besonderes Merkmal ist bei ihnen ein blaues Bandana, dass sie auf dem Kopf oder aus der hinteren Hosentascher heraushängend tragen.

Die „Bloods“ erkennt man durch ihre rote Kleidung. Meistens sieht man sie in roten Caps, oder eben auch mit roten Bandanas.

Diese Gangs bekriegen sich aktiv seit Jahrzehnten. Bisher hat der Konflikt schon hunderte Tote gefordert – die Gangs gehen über Leichen um ihr „Turf“ (Boden) zu behaupten.

Hier eine Doku über diese Gangs:

Laut des Comedians Love wäre Tupac also heute noch am Leben, wenn Snoop und er sich nicht verstritten hätten. Er ist davon überzeugt, dass Snoop den Mord hätte verhindern können.

Viele Rapper gehören den Gangs an

Nicht nur Snoop Dogg ist Mitglied der „Crips“. Viele der berühmten Rapper von heute sind entweder Mitglied oder waren es einmal vor ihrer Karriere.

Ein berühmtes „Blood“-Mitglied ist beispielsweise „The Game“, den „50 Cent“ entdeckte und herausbrachte. Er ist eigentlich immer in rotem Cap oder rotem Bandana zu sehen.

Für den Überblick, hier eine Reihe Bloods & Crips:

Quelle: Noizz.de