Muss das wirklich sein?

Erinnert ihr euch noch an diese Zeit, als die Sänger von College Punk Bands blondierte Spikes hatten, Popsternchen Hüfthosen mit breiten Ledergürteln trugen und freche Sk8tergirls Krawatten über dem T-Shirt? Falls nicht, wird euch die folgende Ankündigung wahrscheinlich schnuppe sein. Falls doch: hoffentlich auch.

Diese Musiker aus den Nullerjahren, die wir teilweise längst vergessen (und in einem Fall sogar fälschlicherweise für tot erklärt) haben, wollen's 2018 nochmal wissen. Ob das was taugt?

1. Avril Lavigne

"Sup Guys? You wanna crash the mall?" Mit diesem Satz skatete sich die damals 16-jährige Avril Lavigne 2002 im Video zu "Complicated" in unsere jugendlichen Herzen. Mit ihrer saucoolen Jungsgang bewarf sie, im oben beschriebenen Sk8ergirl-Look, einen Riesenhotdog mit Würstchen und schrammelte leidenschaftlich ihre drei Akkorde auf der E-Gitarre.

Obwohl das Augenmake-up jeder Teenie-Mutter die Tränen in die Augen trieb, ging der als Punkrock verkleidete Singstar-Pop bis zu "My Happy Ending" auf Album No 2 relativ gut. Hätte man dabei belassen können, nachdem das Internet ihr eigenes (Un)Happy Ending ja schon längst prophezeit hatte (NOIZZ berichtete). Aber: Die Kanadiern plant 2018 ihr großes Comeback!

Emotional, dramatisch und unerwartet soll es also werden, das selbstbetitelte Album. Avril Lavigne ist wahrscheinlich das unnötigste Comeback des Jahres.

2. P. Diddy

Wer nicht weniger als acht (!!) Alter Egos im Laufe seiner Karriere bemüht hat, hat sicher die ein oder andere Persönlichkeitsstörung. Puff Daddy aka P. Diddy aka Sean John aka ... ach egal, also der von "Bad Boys For Life" halt, plant gerade sein wohl finales Album. Obwohl er zuletzt vor allem dadurch auf sich aufmerksam machte, dass er dem kleinen Jungen aus dem H&M-Werbungsfail (NOIZZ berichtete) einen Millionenvertrag anbot, haben wir das persönlich jetzt nicht soooo sehnsüchtig erwartet.

"No Way Out2" soll eine Fortsetzung des 1997 erschienen "No Way Out" Albums werden. "Ich möchte an einem großartigen Punkt meiner Karriere aufhören. Ich möchte eine Ehrenrunde machen, eine Welttournee und es einmal noch richtig genießen", sagt der Rapper dem NME. Es sei ihm gegönnt! Vielleicht dürfen wir uns ja in Zukunft auf Musik unter neuem Namen freuen? Kleiner Scherz.

3. The Offspring

"And all the girls say I'm pretty fly ..." Na? Wer die Zeile nicht zu Ende mitsingen kann, hat 1998 wahrscheinlich unter einem Stein gelebt. Und das ganze Jahrzehnt danach. Tatsächlich hatte The Offspring noch acht weitere Alben. Nach "Days Gone By" 2012 hat man dann aber nicht mehr so viel gehört – Frontmann Dexter Holland hat in der Zeit seinen PhD in Molekularbiologie gemacht und über HIV geforscht.

Ob er sich damit wohlwissend schon mal ein zweites Standbein aufbauen wollte, falls das neue Album floppen sollte? Wenn die College Punk Daddys ihrem Sound so treu geblieben sind wie ihren Stachelfrisuren, wäre das definitiv sinnvoll.

4. Christina Aguilera

Ja Kinder, es gab eine Disney-Channel-Gang vor Selena Gomez. Und während Britney noch das Schulmädchen mimte, räkelte Christina Aguilera sich schon als "Genie in Bottle" lasziv im Sand und sang, dass man sie "auf die richtige Art rubbeln müsse". Okay. Cool war sie allerdings als Burlesque-Tänzerin und in ihrer 60s-Candyman-Car-Wash-Phase. Seit 2012 war es dann aber still um die Sängerin – Babypause. Bis jetzt!

"It's coming bitches!" schreibt sie auf Istagram – und mit welch vielversprechenden Kollabos: Neben Pink sind Linda Perry und Kanye West bestätigt! Diesem Comeback geben wir wohl mal eine Chance!

Quelle: Noizz.de