Es soll ein Abend werden, der nicht Angst, sondern Mut und gute Laune macht.

In Chemnitz singen heute Künstler unter dem Motto „Wir sind mehr“ gegen Rechts an. Am Start sind die Bromance-Band Marteria & Casper, Nura, Kraftklub, Feine Sahne Fischfilet, Trettmann und Die Toten Hosen. Das Konzert ist kostenlos.

Los geht's heute ab 17 Uhr. Wegen des großen Andrangs und zehntausenden Zusagen auf Facebook wurde das Konzert verlegt auf den Johannisplatz vor der Johanniskirche (Parkplatz Bahnhofsstraße, Ecke Augustusburger Straße) zwischen Hauptbahnhof, Marx-Denkmal und Rathaus.

So kommt ihr zum Konzert, sobald ihr in der Stadt seid:

Zusätzlich zur Live-Mukke gibt es im Stadthallenpark / Kulturarena auch Infostände von beispielsweise Bündnis Chemnitz Nazifrei, Sea-Watch und LIFELINE sowie Essen und Trinken und ein kleines Line-Up vom Chemnitz Dub Collective.

Vor Ort wird es mehrere #WirSindMehr-Spendendosen geben. (Aufgepasst: Die Helfer sollen einen offiziellen Ausweis tragen.)

Die eine Hälfte des Geldes soll laut Veranstalter der Familie des ermordeten Daniel H. gespendet werden, die andere Hälfte soll an „antifaschistische, antirassistische und zivilgesellschaftliche Initiativen in Sachsen“ gehen, wie das Bündnis Chemnitz Nazifrei.

Es soll vor Ort des #WirSindMehr-Konzerts auch Spendendosen geben Foto: Screenshot / Facebook / Wir Sind Mehr / Screenshot / Facebook / Wir Sind Mehr

Die Reihe soll insgesamt vier Wochen andauern, ein Zeichen gegen Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Gewalt setzen.

Für alle, die es heute nicht zum Konzert in Chemnitz geschafft haben, gibt es hier den Live-Stream. Außerdem übertragen MDR SPUTNIK, Deutschlandfunk Nova, NJoy, You FM, Fritz, UnserDing, DasDing, Bremen Next, 1Live und Puls senden am Montag, 3. September, ab 17 Uhr in ihren Programmen das Gratis-Konzert.

In Chemnitz gibt es seit über einer Woche Demonstrationen von Rechtsgerichteten, Neonazis und Gegnern der Flüchtlingspolitik mit der AFD und Pegida. Am vergangenen Samstag sollen laut der Polizei Sachsen 8.000 Rechtsgerichtete etwa 3.000 Gegendemonstranten gegenübergestanden haben, 1.800 Polizisten waren im Einsatz.

Nach Polizei-Angaben wurden 18 Menschen verletzt, darunter drei Beamte.

Auslöser für die Aufmärsche war der Tod eines 35 Jahre alten Deutschen, der vor gut einer Woche in der Stadt Opfer einer Messerattacke geworden war. Zwei seiner Begleiter wurden verletzt. Als Tatverdächtige sitzen ein Iraker und ein Syrer in Untersuchungshaft.

Quelle: Noizz.de