Wir haben darüber mit Programm-Chef Anders Wahrén gesprochen.

Das Roskilde-Festival begeistert zum neuen Jahr direkt seine Fans. Das Line-up liest sich wie das verdammte Kirsche auf der Sahne des aktuellen Musik-Biz: Cardi B, The Cure, Robyn, Travis Scott, Christine And The Queens, Tears For Fears, Mø. Und? Ist jemandem aufgefallen, dass die Balance weiblicher wie männlicher Künstler perfekt gegeben ist?!

Das Krasseste: Das ist erst der Anfang. Im Laufe der nächsten Monate werden weitere Announcements folgen. Schürt Vorfreude! Wir zählen die Tage bis zum 29. Juni. Da nämlich öffnet das Festival seine Pforten für ganze acht großartige Tage.

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Es gibt also genug Gründe, mal mit einem der Köpfe des Events zu quatschen. Programmchef Anders Wahrén hat das Festival schon als Kind erlebt. Damals noch in Begleitung seiner Eltern, die offensichtlich einen fantastischen Musikgeschmack haben. Es ist allerdings keine Seltenheit, dass die Bewohner des dänischen Städtchens fester Bestandteil des Roskilde-Festivals sind.

„Es steht und fällt mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern“, erklärt Wahrén gegenüber NOIZZ. Jährlich sind 25.000 Freiwillige am Start, um das beliebte Festival Realität werden zu lassen. Das Roskilde hat eine lange Geschichte: Seit 1971 findet es statt und ist mit seinen 115.000 Besuchern eines der größten Festivals in Europa.

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Neben dem fantastischen Line-up gibt es ein vielseitiges Angebot. „Wir haben Künstler und Workshops, die stattfinden. Es gibt feines Essen und natürlich beste Partys. Aber das, worum es uns vor allem geht, ist die Gemeinschaft zu feiern!“, sagt der Programmchef.

Das ist im Prinzip auch genau das, was durch die Organisationsweise verdeutlicht wird: „Wir spenden den Gewinn an Organisationen, die wir unterstützen wollen. Wir organisieren ein großes Festival, bei dem wir gemeinsam feiern, und bewegen dadurch etwas!“, sagt er zu NOIZZ.

Und tatsächlich: Wer schon einmal auf dem Roskilde war, wird merken, wie liebevoll miteinander umgegangen wird und wie friedlich die Atmosphäre ist. Gleichzeitig sind viele Besucher sehr aufmerksame Menschen, die im Einklang mit Natur und Umwelt leben wollen. Wahrén findet das gut: „Wir haben Werte, die wir transportieren wollen. Ich liebe es, dass es uns so viele Jahre gibt und wir mit unserer Arbeit Erfolg haben.“

>> Hier mal der Gegenentwurf zum Roskilde: Das Hurricane mit seinem maskulinen Line-Up

Aber noch ein weiterer entscheidender Punkt steht bei den Organisatoren des Roskilde auf der Liste: Gleichberechtigung. Schon das erste Line-up beweist, dass es gleichermaßen weibliche und männliche Künstler gibt. Aber auch hinter den Kulissen herrscht Ausgeglichenheit. „Wir wissen um das Ungleichgewicht in der Musikbranche und wirken dagegen. Wir wollen junge Mädchen wie auch Jungs dazu animieren, ins Musik-Biz einzusteigen. Wir wollen sie inspirieren.

Ohne Frage: Das Roskilde Festival ist eine durch und durch großartige Veranstaltung. Wir können es kaum erwarten, bis wir in den hohen Norden ziehen und in der Sonne Dänemarks tanzen können.

Tickets gibt es seit dem 30. Oktober und können auf der Roskilde-Homepage erworben werden.

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  • Quelle:
  • Noizz.de