Wer feiern kann, der kann auch arbeiten ... äh ... auskatern.

Denkt ihr euch nach dem Festival auch immer "Boah – nie wieder Festival!"? – Nein? Wir auch nicht. Was wir aber mittendrin schon immer mal denken, ist (kurz nachdem wir eventuell hinters Zelt gegübelt haben) "Nie wieder Alkohol!". Vermutlich wird dieser Satz genauso oft gedacht, wie gefeiert wird. Problem auf Festivals: Der nächste Morgen ist im Prinzip schon wieder mittendrin und das nächste Bier ist ungefähr dann schon wieder geöffnet, wenn man es gerade geschafft hat, sich aus seinem Schlafsack zu kämpfen. Aber was soll man sagen: So ein Festivalbesuch – das ist auch harte Arbeit.

Zum Glück haben wir aber eine festivalerprobte und messerscharf denkende Leserschaft, die wir einfach mal gefragt haben: Was tun mit dem Kater auf Festivals? Eure Antworten sind bunt wie der Regenbogen, haben uns mitunter überrascht und bei unseren eigenen Festivalwochenende bereits gut weitergeholfen. Wir haben hier mal ein bisschen gebündelt:

1. Der Klassiker: Wasser Marsch!

Wasser ist ja bekanntlich das allergrößte Allheilmittel: Es entschlackt, hilft gegen Kopfschmerzen und ist sowieso die Quelle allen Lebens. Also – so die Rechnung – haut euch damit so viel um die Ohren und in den Rachen, wie geht. Eine häufige Antwort von euch war jedenfalls, möglichst schnell kalt zu duschen und ganz viel Wasser zu trinken.

Die ganz Raffinierten packen sich noch ein Scheibchen Zitrone dazu (aber mal ehrlich: Wer nimmt sich schon Zitronenscheiben aufs Festival mit?). Besonders spitzfindig: Direkt das Wasser mit etwas Wodka strecken – so kommt man auch schneller wieder auf Pegel (und Wodka heißt übersetzt doch auch Wässerchen, oder?).

2. Ein ungebrochener Kreislauf ist ein guter Kreislauf

Ob es die Ode an den Gin ist oder die Liebe zum Bier: Eine eurer häufigsten Kampfansagen gegen Kater ist es, der Nüchternheit keine Chance zu geben. Sobald ihr also merkt, dass es langsam wieder bergab geht mit dem Pegel: legt nach. Ihr empfehlt außerdem, bei dieser Methode immer möglichst wenig zu trinken. Also kein Saufgelage, sondern mit Beständigkeit und Geduld zum Ziel. Besonders geeignet sind hierfür: Bier oder der Long Drink "Skinny Bitch".

>> Ihr wollt noch mehr Festivalcocktails? Wir haben euch unsere besten Rezepte zusammengeschrieben

3. Eine Runde Fett bitte

Das Frühstück nach einer durchfeierten Nacht ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Seht ihr auch so – allerdings sollte man sich keine Gemüsesticks reinfahren, sondern was Handfestes. Eure Empfehlung: Möglichst alles, was in Frittierfett schwamm. Pommes sind da ganz weit vorne. Wer noch keine Lust hat, den Weg zum Foodcourt anzutreten und ein bisschen Hobbykoch spielen möchte (was anhand eurer Antworten offenbar auf einige von euch zutrifft), hat tolle Möglichkeiten am Zeltplatz: Bacon und Rührei wurden sehr oft von euch genannt.

Die Ekelvariante des Ganzen war auch dabei: Dosenfleisch. Ja, tatsächlich. Es gab die Einsendung von euch, sich doch einfach Dosenfleisch ins Rührei zu mischen. Wir möchten uns dazu nicht weiter äußern.

4. Die trendigen Hipster

Eine eurer häufigsten Antworten ist voll im Trend: Kokosnusswasser. Tatsächlich scheint der größte Teil von euch morgens mit dem Gesöff am Zeltplatz anzutreffen zu sein. Die Gründe liegen auf der Hand: Es ist frisch, schmeckt nach mehr als schnödem Wasser, und in kleinen Tetra-Packs ist es ganz einfach zu transportieren. Toller Tipp von euch: Wer seinen Kater überwunden hat und wieder nach etwas Hochprozentigem schaut, der macht sich einen ordentlichen Schluck Rum ins Kokoswasser, und schon hat man etwas, was entfernt an Piña Colada erinnert. Mit viel Fantasie jedenfalls.

[Anzeige: Kokosnusswasser gibt's hier!]

5. Die mit den eigenartigen Kombis

Es gibt auch die Grenzgänger unter euch – diejenigen, die so richtig komisches Zeug kombinieren, damit es ihnen besser geht. Etwa diese: Man trinke den Drink, den man am Abend zuvor als letztes Getrunken hat und esse dazu einen Brathering aus der Dose. Die Absenderin schwört auf dieses Rezept. Auch fischig: Eine andere Einsendung stützt sich auf die gute alte Bloody Mary und empfiehlt einen Rollmops dazu. Auch eklig: Korn und Käsebrot. Wir möchten hier niemanden verurteilen – was hilft ist auch erlaubt.

6. Enthaltsamkeit

Ja, dieser Text ist ein bisschen alkoholverherrlichend. Wir möchten natürlich niemanden zum Alkoholismus verführen. Nicht trinken ist nämlich auch cool – und immer noch das allerbeste Mittel, einem Kater vorzubeugen.

>> Festival-Fashion auf Skandinavisch: Die Streetstyles des Flow 2019

Quelle: Noizz.de