Einfach mal in Dauerschleife laufen lassen ...

Whoa, whoa, whoa – wie unser Lieblings-Dude des Jahres, Peter Kavinsky sagen würde – es weihnachtet endlich überall.

Die hässlichen Weihnachtspullis und super kuscheligen Socken sind angezogen, die Geschenke sind ausgepackt und alle hängen am ersten Weihnachtstag im Fresskoma oder Rotweinkater – da fehlt eigentlich nur noch die perfekte Untermalung für deinen Weihnachts-Chillmodus. Tja, nichts leichter als das.

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Viel besser noch, als willkürlich kuratierte Playlisten auf Streamingdiensten, ist es doch, wenn man sich Dutzende Musikvideos auf YouTube reinzieht. Weihnachtslieder versteht sich. Gut, unsere Eltern haben das noch bei MTV und Viva getan, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass Clips zu Weihnachtsliedern super grandios sind. 

Weil sie voller Klischees sind, überladen, ultra kitschig oder sehr sarkastisch sind. Oder alles zusammen. So oder so, haltet euch fest, denn hier kommen die besten Weihnachtsmusikvideos alles Zeiten.

„Christmas Is All ARound“ – Billy Mack

Innerhalb von 15 Jahren hat es „Tatsächlich Liebe“ wirklich geschafft, zu einem Weihnachtsklassiker ohne Kompromisse zu werden. Der Film hat einfach alles und vor allem: ganz viel Liebe. Da macht Bill Nighy, der im Film den alternden Rocker Billy Mack spielt, keine Ausnahme. Sein Beitrag in Sachen fiktiver britischer Weihnachts-Nummer-eins: „Christmas Is All Around“ – ein Cover des Wet Wet Wet Klassikers „Love is All Around“. Die Weihnachtsversion und das mit Rock-Pimmel-Klischees überladene Video sind einfach nur großartig.

„Merry Christmas Everyone“ - Shakin‘ Stevens

Oh Gott, so sahen wirklich mal Musikvideos aus? Aber hey, in dem Clip wird die kleine Samantha gekonnt verarscht mit XXL-Elfen im Santa-Land. Der Weihnachtsmann lebt also irgendwo in Sussex. Aber solange Shakin‘ Stevens roter Schal sitzt, ist alles in Butter.

„Don’t Shoot Me Santa“ – The Killers

Wie feiert man eigentlich Weihnachten in der Wüste vor Las Vegas? Hmm, wenn es nach Brandon Flowers und seinen Killers geht, ist das eine ziemlich grenzwertige Angelegenheit nahe des Borderlines. Der Weihnachtsmann ist durchgeknallt. Aber wenigstens gibt es hässliche Weihnachtspullover.

„Sleigh Ride“ – Miley Cyrus & Bill Murray

Es gibt nichts, das anbetungswürdiger wäre, als diese astreine Performance von cool Miley und dem alten Hasen Bill Murray. Die beiden funktionieren auf der Bühne so gut zusammen, als hätten sie nie etwas anderes gemacht.

„All I Want For Christmas Is You“ – Mariah Carey

Ja, viele sind jetzt wohl genervt, aber der Song gehört einfach dazu. Und noch viel schlimmer: Vor meinem inneren Auge sehe ich Mariah in allen erdenklichen Variationen an roten Outfits zu diesem Song durch ein Winter Wonderland tänzeln. Ich kann nicht anders. Es ist toll.

„Last Christmas“ – Wham!

Ähnlich wie beim oben stehenden Carey-Song verhält es sich mit diesem Erbe von George Michael. Darüber, was diesen Song als Weihnachtshymne schlechthin qualifiziert, haben wir schon an anderer Stelle genügend philosophiert. Mir geht es aber um dieses großartige Meisterwerk in Homevideo-Optik. Den Seifenoper-Zusammenschnitt im Skiurlaub hätte sich kein GZSZ-Autor besser ausdenken können. Und erst die Überblenden! Ich will Eierpunsch, sofort! 

„Santa Tell Me“ – Ariana Grande

Hihi, das ist ein wundervolles Ulkvideo, wo alle einfach mal ein bisschen in Weihnachtslaune rumblödeln dürfen. Schön mit amerikanischem Kitsch. Der Song an sich ist eine solide Popnummer, die kann man schon mal beim Plätzchenbacken laufen lassen.

„Christmas Lights“ – Coldplay

Es soll vorkommen, das manche Menschen eindeutig nicht in Weihnachtsstimmung kommen. Genau davon handelt dieses Lied. Mit dem dazugehörigen Video sollte dann aber doch auch der oder die Letzte von euch in Stimmung kommen.

„Baby It’s Cold Outside“ - She & Him

Während in den USA darüber diskurtiert wird, wie sexistisch der Text dieses Liedes ist (das Original stammte übrigens aus dem Jahr 1944), zeigt die Comicverfilmung des Songs von Zooey Deshanels Popduo, auf lustige Art und Weise, dass auch die Frau den Mann einsperren kann.

„Christmas in Hollis“ – Run DMC

Bei Run DMC benutzt der Weihnachtsmann in den 90ern schon eine Art Tinder für brave und nicht brave Kinder. Ob der schon in die Zukunft schauen konnte?

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„White Winter Hymnal“ – Fleet Foxes

Weiße Weihnachten wünscht sich doch jeder. Einen Ausflug in eine wundersame Winterwelt und eine Erinnerung daran, dass alles vergänglich ist, gibt es in diesem Video.

„WeihnachtsSong“ – Sido

Dinge, an denen ich merke, dass ich langsam wirklich alt werde: Sidos grandioser „Ist mir doch egal“-Weihnachtssong hat inzwischen 15 Jahre auf dem Buckel. Ehm, Moment mal, wirklich jetzt? Sido ist der echte Bad Santa. Damals noch mit Maske, viel Pritzelbrause in der Badewanne und Booties. Hello, ich bin wieder 13.

„Is This Christmas?“ – The Wombats

Britische Weihnachtstraditionen in chaotischer Weise hochleben lassen, das liegt den Indie-Rockern von The Wombats. Und genau deswegen ist das ulkige Video zu „Is This Christmas“ so charmant.

„Mary’s Boy Child“ - Boney M.

Wuhu, karibische Weihnachten! Die nicht ganz so echte Frank-Farian-Trumtruppe hat nämlich nicht nur Kult-Ohrwürmer wie „Daddy Cool“ fabriziert, sondern auch ein ganzes Weihnachtsalbum aufgenommen. Der Clip dazu erinnert zwar an eine etwas aufgetakelte Firmenfeier, aber man kann es einfach nur lieben.

„Weihnachtsmann vom Dach“ – Die Toten Hosen

Über die musikalische Qualität lässt sich streiten, nicht aber über das makaber-düstere Video. Ja, richtig weihnachtlich ist das Thema „Selbstmord“ nicht, aber die Toten Hosen haben mit ihrem Song vor 20 Jahren ein tabuisiertes Thema angesprochen.

„Driving Home For Christmas“ – Chris Rea

Ob ihr es glaubt oder nicht: Bis 2009 hatte die Hymne aller Heimkehrer zur Weihnachtszeit kein richtiges Musikvideo. Dabei stammt dieser Song aus den Achtzigern, also dem Jahrzehnt von MTV, Musikvideos und Co. Vielleicht war Chris Rea eben nicht fürs MTV-Publikum. Aber mal ehrlich: Wer den Song hört, der kann doch gar nicht anders, als an Zuhause denken.

„Merry Christmas, Happy Holidays“ – *Nsync

Wer in den Genuss richtig grottiger Green-Screen-Technik kommen will, ist bei diesem Video genau richtig.

„Have Yourself A Merry Little Christmas“ – John Legend

Falls ihr euch schon immer mal gefragt habt, wie das Weihnachtsfest bei John Legend und Chrissy Teigen so aussieht – wohl in etwa so. Eine brillante Mischung aus Klassik, Witz und Charme.

„The Power of Love“ – Frankie Goes To Hollywood

Die gesamte Adventszeit geht ja bekanntlich Minimum 24 Tage lang – und solltet ihr es vergessen haben, worum es an Weihnachten eigentlich geht, gibt euch die 80er Kombo einen kleinen Reminder.

„Do They Know It’s Christmas Time?“ – Band Aid 1984 / Band Aid 30

Als Bob Geldof in den 80ern seine Weltrettungsmission startete, schenkte er uns einen Popklassiker und tat dabei auch noch Gutes mit der Crème de la Crème des damaligen Popbusiness. Die Neuauflage 30 Jahre später schockt im Clip mit sehr viel expliziteren Bildern – und zeigt nochmal unmissverständlich, in welcher privilegierten Lage wir uns befinden.

Na dann: Merry Christmas!

Quelle: Noizz.de