Es wurde eine Einstellung des Verfahrens vorgeschlagen

Wie die dpa heute verlauten ließ, gibt es News im Strafprozess gegen die Verantwortlichen der Loveparade 2010: Das Landgericht Duisburg möchte das Verfahren gegen alle zehn Angeklagten einstellen. Das würde bedeuten, dass es zu keinem Urteil gegen die Angeklagten kommen würde. Der Grund für diesen Vorschlag des Landsgerichts ist die geringe bis mittlere Schuld des Loveparade-Unglücks.

Die Staatsanwaltschaft sieht die Einstellung des Verfahrens zwar als möglich an – allerdings nur wenn es dann zu Geldstrafen für die Angeklagten käme. Zu einer solchen Einstellung des Verfahrens müssen alle Beteiligten des Prozesses zustimmen. Die dpa gibt an, dass diese Informationen in einem nicht öffentlichen Rechtsgespräch verhandelt wurden, zu dem das Gericht Verteidiger, Staatsanwälte und Nebenklage-Anwälte geladen hatte.

Vor Gericht stehen sechs städtische Bedienstete und vier Mitarbeiter der Veranstalter-Firma Lopavent. Ihnen wird vorgeworfen, die Loveparade vor neun Jahren nicht sachgemäß durchgeführt zu haben. So hat Lopavent kein geeignetes Zu- und Abgangssystem eingeplant. Die Mitarbeiter der Stadt wiederum sollen die Veranstaltung rechtswidrig genehmigt haben. Allen zehn Angeklagten wird fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.

Die Loveparade fand am 24. Juli 2010 statt. Es brach im Laufe der Parade Massenpanik aus und 21 Menschen wurden erdrückt, mindestens 652 verletzt. Entscheidungen zum Prozess sollen im Laufe der nächsten Woche gefällt werden – spätestens Donnerstagfrüh soll es Ankündigungen zu dem Fall geben.

Quelle: Noizz.de