Der neue BVG-Clip wäre auch ohne Cro genial

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Der Rapper stört nicht, ist aber egal.

Nach mehr als einer Minute taucht die Panda-Maske zum ersten Mal auf – und zum letzten Mal. Warum eigentlich? Weil er Schwabe ist und deshalb gut nach Berlin passt? Weil er anscheinend die Musik mitbeigesteuert hat? Mittlerweile gibt es doch genügend echte Hauptstadt-Rapper, die diesen Part übernehmen hätten können ...

Aber sei's drum. Der Clip ist super, weil er macht, was die verantwortliche Werbeagentur Jung von Matt/SAGA will: Dass wir „Ich liebe die BVG“ sagen, also die Liebesbekundungen der BVG („Weil wir dich lieben“) erwidern.

Allein schon, dass das Video am Anfang auf dem Kopf steht. Dann Kubricks Kultfilm „Clockwork Orange“ zitiert wird, indem eine Handvoll BVG-Mitarbeiterinnen in ihren biederen Uniformen Alex und seine Droogs imitieren. Überhaupt, die vielen Kinozitate – daran werden Cineasten ihre Freude haben. Zum Beispiel die schöne nackte Frau, die auf einem BVG-Muster liegt, gelbe BVG-Herzen auf dem gesamten Körper. Wir erinnern uns: „American Beauty“ ... „Wir haben alles reingepackt, was uns Spaß macht“, sagt BVG-Sprecherin Petra Reetz gegenüber der B.Z. Das merkt man – im positiven Sinne.

Geradezu selbstironisch sind die BVG, wenn sie einen Sprayer auftreten lässt: Mit zotteliger Teufelsmaske sprüht er einen zotteligen Teufel an einen U-Bahn-Waggon. Später wischt eine Putzkraft ihn weg.

Der Song, der sehr lange braucht, um sich zu entwickeln, ist okay, aber eigentlich egal – so wie die paar Sekunden Cro. Es ist eine heruntergepitchte, etwas schleppende Version des Sinatra-Klassikers „My Way“. Zum Glück keine Rap-Version davon; es waren Vollprofis am Werk.

Quelle: Noizz.de

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