Auch wenn das Städchen in Norwegens Norden ziemlich kühlt ist.

Das mit den Zimtschnecken haben die Norweger drauf – keine Frage. Gibt's hier überall: Frische Backwaren, die einem direkt das Gefühl von Heimeligkeit und Kakao-Romantik näher bringen. Neben der ausgeprägten Zimtschneckenkultur funktioniert hier aber auch noch etwas anderes ganz hervorragend: Das mit der Musik.

Norwegen ist ungefragt eines der Länder, wo derzeit die spannendste Musik entsteht. Liegt es am vielen Wasser? Liegt es an der wunderschönen Naturkulisse? Oder einfach daran, dass Popmusik hierzulande, anders als in anderen europäischen Ländern, stark gefördert wird? Die Antwort ist eindeutig, aber über Geld spricht man ja bekanntlich nicht. Wie dem auch sei: Das Festival "Trondheim Calling" ist jedenfalls eine Veranstaltung, die eine großartige Momentaufnahme der Popkultur Norwegens bietet. Hier wird tollen, frischen Musiker*Innen die Möglichkeit geboten, sich vor (Fach-)Publikum zu präsentieren.

Und so kann man auf dem Festival drei Tage lang durch die von Holzhäuschen und Ufern gesäumten Gassen tingeln und in die vielen kleinen Clubs und Bars der Stadt einkehren. In knackigen 30-45 Minuten Sets spielen die Musiker*innen, die unsere Playlisten von morgen dominieren dürften. Wir haben euch unsere Favoriten mitgebracht:

Wärmt die Seele

Wir fangen mal mit unserem absoluten Highlight an: Kamara. Die 21-jährige Norwegerin schreibt erstklassige Soulpop-Hymnen mit Tiefgang. Sie hinterfragt Normen, beweist Humor und Zynismus, sie bespricht Gender- und Körperideale und klingt dabei wahrlich himmlisch. Letzten Sommer veröffentlichte sie ihre Single "Don't Call My Name", den man sich hier anhören kann:

Elektropop: Läuft rein wie nichts

Ohne Frage: Das Genre der Stunde scheint glossy, elegant produzierter Elektro-Pop zu sein. Eine die hier besonders auffiel ist Skaar. Die Musikerin kombiniert eingängigste Popmelodien und treibende Rhythmen. Ist packend:

Aufgekratzt, mit guter Laune

Safario hat sich nach eigenen Angaben in der Schule immer so sehr gelangweilt, dass er sich lieber mit seinen Lyrics für die große Rap-Karriere beschäftigt hat. Das zahlt sich aus: Der Newcomer macht treibenden Hip-Hop voller Energie. Live jongliert der 19-Jährige mit Beats und Spits, auf Platte begeistert er mit seiner im Dezember erschienenen EP "Kapiskate". Sein Video zu "Feeling Good" ist knapp zwei Minuten lang reine Großartigkeit:

Lowlights gabs eigentlich nicht

Und der Rest so? Tja, das ist das Problem am Trondheim Calling: Es gibt mehr großartige Newcomer als der Tag Stunden hat. Wir müssen ganz ehrlich sagen: Uns ist die Auswahl unserer Top 3 schwergefallen. Daher empfehlen wir voller Inbrunst, sich doch bitte noch mal die offizielle Trondheim Calling Playlist zu diesem Jahr reinzuziehen – läuft bei uns längst auf Hochtouren:

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Quelle: Noizz.de