Bushido hat Polizei. Und Capital Bra? Der hat Clan, wie ein interner Polizeibericht zeigt. 

Capital Bra gerät mehr und mehr in den Fokus des Berliner LKA. Bei zwei Konzerten im Mai 2019 fielen Ermittlern verdächtig viele Clan-Kriminelle im Publikum auf. Das geht aus einem Lagebericht zur Clan-Kriminalität hervor, der der "B.Z." vorliegt. Der Lagebericht wird jeden Monat seit Anfang 2019 vom eingerichteten Zentrum für Analyse und Koordination zur Bekämpfung krimineller Strukturen (ZAK BkS) erstellt. 

Im letzten Bericht schreiben die Ermittler laut "B.Z."-Informationen auch über zwei Konzerte von Capital Bra (24) mit insgesamt 8.300 Fans in der Verti Music Hall in Berlin-Friedrichshain: Circa 60 dem "Milieu zugehörige Personen" aus dem Umfeld des Rappers seien den Zivilbeamten an beiden Konzertabenden aufgefallen.

Capital Bra hatte sich Anfang des Jahres in einem Instagram-Video von Bushido losgesagt, seinem Freund und Förderer bis zu jenem Zeitpunkt. Capital Bra sagte in dem mittlerweile gelöschten Video, er sei nicht mehr bei Bushidos Label ersguterjunge (EGJ), "da mein Labelboss intensiv mit der Polizei arbeitet. Jetzt scheißt er Leute an, die Leute gehen in den Knast. Ich bin nicht für sowas. Polizei ist jetzt dein Team!" Zusammenarbeit mit Polizei und LKA gilt in Kreisen der Organisierten Kriminalität als Hochverrat.

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Quelle: Noizz.de