Aber funktioniert hat es irgendwie nicht.

Da war sie wieder: Die große Diskussion, in der Rapper in Talkshows darüber diskutieren, was ihre Musik denn eigentlich soll und darf. In den Hauptrollen diesmal: Bushido, Michael Frieser (CSU), Michael Kellner (Grüne) und Komikerin Lena Liebkind, alle zu Gast bei Serdar Somuncu auf n.tv. Das Thema: „Wie gehen wir mit Kunstfreiheit um?“

Aufhänger war natürlich immer noch die Diskussion um den Echo und die Auszeichnung von Kollegah und Farid Bang, zu der offenbar noch nicht jeder seinen Senf dazu gegeben hat.

Bushido versuchte die beiden Rapper jedenfalls nicht zu verteidigen, hält sie aber auch nicht für Antisemiten: Moralisch sei die Textezeile „Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen“ von Farid Bang nicht ok. Raptechnisch dagegen sei sie gelungen und dem Banger Antisemitismus vorzuwerfen natürlich falsch: „Die Raphörer wissen ganz genau, wie sie das hören müssen.“

Natürlich sehen das nicht alle Teilnehmer der Diskussion so. Für Michael Frieser von der CSU ist klar: Rap ist natürlich sexistisch, antisemtisch oder gewaltverherrlichend. Aber selbst der CSU’ler findet es später in der Diskussion nicht sinnvoll, dass man jede Textzeile in jedem Song hin und herinterpretiert. Dafür gibt es sogar von Bushido die Faust.

Schlau wird man aus der Diskussion aber dann doch nicht: An den meisten interessanten Punkten dreht sich die Diskussion durch Moderator Somuncu schon gleich wieder in eine andere Richtung, und so ganz ernst will die Männerrunde Komikerin Lena Liebkind auch nicht nehmen, die gerne auch mal überhört wird. Selbst Bushido sagt, dass er nicht genau weiß, was er überhaupt in der Sendung soll. Aber seht am besten selbst.

Quelle: Noizz.de